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Nach der Rücknahme der angedrohten US-Zölle im Grönland-Streit und positiven Signalen aus den Ukraine-Gesprächen hatten die Anleger am Donnerstag bei heimischen Aktien kräftig zugegriffen. Der ATX übersprang dabei erstmals die Hürde von 5.500 Punkten. Dabei wurde die schwache erste Wochenhälfte ausgebügelt. Trotzdem bleiben die geopolitischen Themen wohl präsent.
Am Vormittag standen die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes in Frankreich, Deutschland und der Eurozone auf dem Programm. Die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone hat sich zu Beginn des Jahres nicht verändert. Der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex verharrte im Jänner auf 51,5 Punkten, wie S&P am Freitag in London nach einer ersten Schätzung mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt einen Anstieg auf 51,9 Punkte erwartet. Der Stimmungsindikator bleibt weiter über der Expansionsschwelle von 50 Punkten, was auf eine zunehmende wirtschaftliche Aktivität hindeutet.
Unternehmensseitig stand zu Beginn des Wochenausklangs der niederösterreichische Ölfeldausrüster SBO im Fokus. Die Analysten der Berenberg Bank senkten ihre Anlageempfehlung für die SBO-Aktien von "Buy" auf "Hold". Das Kursziel wurde vom zuständigen Experten Richard Dawson von 35,0 auf 31,0 Euro gekürzt. Die Werte gaben am Vormittag um 4,48 Prozent nach.
Am Ende des ATX-Feldes lagen auch die Aktien von EVN. Der niederösterreichische Energieversorger kündigte einen neuen und günstigeren Stromtarif ab 1. April an. Dieser soll bei durchschnittlich etwa zehn Cent netto pro Kilowattstunde liegen. Er habe Gültigkeit für alle Bestands-und Neukunden und enthalte zusätzlich auch einen Rabatt für den Umstieg oder Neuabschluss, hieß es von EVN.
Zulegen konnten hingegen die Finanzwerte von BAWAG (plus 1,38 Prozent), UNIQA (plus 0,26 Prozent) und Erste Group (plus 0,09 Prozent). Ebenfalls ein Plus gab es für die OMV-Aktien (0,69 Prozent).