Europas Leitbörsen schließen mit eingedämmten Verlusten

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Leichte Erholung im Späthandel dank eines etwas rückläufigen Ölpreises
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Der Iran-Krieg hielt am Montag die europäischen Anleger weiter in Atem. Im Fokus standen dabei die steigenden Ölpreise, die zunehmend Inflations- und Wachstumssorgen schüren. Ein schnelles Ende des Krieges im Nahen Osten scheint zudem nicht absehbar. Im Zuge eines wieder rückläufigen Ölpreises haben sich die Aktienmärkte im Späthandel aber klar von ihren Tagestiefstständen erholt.

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Der Euro-Stoxx-50 schloss zum Wochenauftakt mit minus 0,61 Prozent auf 5.685,20 Punkten und beendete damit den Handelstag merklich über seinem Tagestief. Der DAX gab zum Sitzungsende 0,77 Prozent auf 23.409,37 Einheiten ab. Außerhalb der Eurozone fiel der britische Leitindex FTSE-100 um vergleichsweise dünne 0,34 Prozent auf 10.249,52 Punkte.

In der Nacht auf Montag war der Brent-Ölpreis um fast 30 Prozent bis knapp unter 120 US-Dollar gestiegen und hatte einen Ausverkauf an den Börsen ausgelöst. Besonders stark war es an den asiatischen Börsen abwärts gegangen. Anleger sind besorgt, dass die Inflation steigt und die Konjunktur leidet, sollte sich der Ölpreis länger auf dem hohen Niveau bewegen.

Zuletzt wurde ein Fass Rohöl der Marke Brent wieder zu rund 99 Dollar gehandelt. Das ist zwar immer noch mehr als am Freitag, aber schon deutlich weniger als in der Nacht auf Montag. So hatten die G7-Finanzminister betont, dass angesichts des hohen Ölpreises auch die strategischen Ölreserven angezapft werden könnten.

Die vom Ölpreis ausgelösten Schwankungen zeigten sich am Berichtstag in vielen energieintensiven Industriebranchen mit den üblichen Belastungen, während die Aktien großer europäischer Ölkonzerne wie BP oder Shell weiter zulegten. Stark unter Druck standen zum Beispiel Aktien aus dem Stahlsektor.

Auch in der Tourismusbranche bleibt die Angst der Anleger vor den Auswirkungen hoher Treibstoffpreise spürbar. Für die Aktien der Lufthansa ging es mehr als sechs Prozent bergab auf ein Tief seit November. Dass die Barclays Bank ihr negatives Votum für die Fluggesellschaft aufgab, konnte nicht unterstützen.

Gewinne erzielen konnten Anleger im Rüstungsbereich. Während es die Titel von Rheinmetall mit zwei Prozent ins Plus schafften, fielen vor allem jene von Hensoldt mit einem Anstieg um 4,7 Prozent positiv auf. Sie wurden gestützt von einer Kaufempfehlung des Analysehauses Jefferies.

In der Rüstungsbranche schauten die Anleger auch auf ein durchwachsenes Börsendebüt des Unternehmens Gabler. Die Aktien des U-Boot-Zulieferers starteten mit 47,20 Euro über ihrem Ausgabepreis von 44 Euro. Nach einer Annäherung an die 50-Euro-Marke setzten aber schon Gewinnmitnahmen ein, die den Kurs zum Handelsschluss knapp unter den Zuteilungspreis drückten.

FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND

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