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Auch sinkende deutsche Exportzahlen hinterließen vorerst keine Bremsspuren. Die deutschen Ausfuhren schrumpften im Jänner um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat auf 130,5 Mrd. Euro. Das ist der stärkste Rückgang seit Mai 2024, teilte das deutsche Statistische am Dienstag mit. Im Dezember hatte es noch ein kräftiges Plus von 3,9 Prozent gegeben. Die Importe gingen noch stärker zurück.
Wenn der Krieg tatsächlich schneller beendet werden könne als bisher erwartet, werde die geopolitische Risikoprämie am Ölmarkt rasend schnell abgebaut, erwähnte Stephen Innes von SPI Asset Management. Anstelle weiter das "Kein-Ende-in-Sicht"-Szenario zu verfolgen, starte bereits der "Frontrun auf das Finale". Nach Einschätzung der Helaba ist das Thema Risikoaversion aber noch nicht ad acta zu legen.
Die positive Wendung zeigte sich in der Breite in vielen Industriezweigen. Die am stärksten erholten DAX-Werte waren die Aktien von Siemens Energy und Infineon mit mehr als fünf Prozent Plus. Die Titel der Lufthansa , die zuletzt stark unter der Sorge vor hohen Treibstoffpreisen gelitten hatten, zogen im MDAX sogar um sieben Prozent an.
Deutlich war das Plus auch bei vielen Autowerten, wozu nach den vorgelegten Jahreszahlen auch Volkswagen mit einem Anstieg um fast vier Prozent gehörte. Der JPMorgan-Experte lobte ein starkes viertes Quartal des Autobauers, das einhergehe mit einem hohen Free Cashflow und einem über den Erwartungen liegenden Dividendenvorschlag.
Renault hat heute bekanntgegeben, den Absatz bis 2030 um 23 Prozent steigern und die Hälfte seiner Fahrzeuge außerhalb Europas verkaufen zu wollen. Mit einer neuen Fünf-Jahres-Strategie will der Konzern im verschärften globalen Wettbewerb bestehen, wurde am Dienstag mitgeteilt. Die Anleger goutierten das, Renault gewannen in Paris 2,7 Prozent.
Der schweizerische Schokoladen-Hersteller Lindt & Sprüngli hat im vergangenen Jahr dank saftigen Preisaufschlägen mehr Gewinn gemacht. Mit seinen Geschäftszahlen hat das Schweizer Unternehmen die Erwartungen der Analysten teilweise übertroffen. Die "Schokoladen"-Papiere gaben jedoch 8,5 Prozent ab.
FRANKFURT/MAIN - DEUTSCHLAND: ++ ARCHIVBILD ++ (ARCHIVBILD VOM 10.3.2020) - FOTO: APA/APA/dpa/Arne Dedert