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Die Ölpreise reagierten auf die Trump-Aussagen mit deutlichen Abschlägen. Der Leitindex Dow Jones Industrial legte am Ende um 0,50 Prozent auf 47.740,80 Punkte zu. Im frühen Handel war das Börsenbarometer noch auf den tiefsten Stand seit Ende November abgesackt. Der marktbreite S&P 500 stieg zum Sitzungsende um 0,83 Prozent auf 6.795,99 Zähler. Für den technologielastigen Nasdaq Composite ging es um 1,38 Prozent auf 22.695,95 Punkte nach oben.
"Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet. Sie haben keine Marine, keine Kommunikationssysteme, sie haben keine Luftwaffe", zitierte Trump der US-Sender CBS News nach einem Telefoninterview. Trump betonte demnach, dass die Raketen fast vollständig zerstört und die Drohnen samt Fabriken ausgeschaltet worden seien. "Wenn man sich das ansieht, haben sie nichts mehr übrig. Militärisch gesehen haben sie nichts mehr übrig."
Mit Blick auf die für die Schifffahrt wichtige Straße von Hormuz sagte Trump, sie sei derzeit offen und werde befahren. Er denke aber darüber nach, sie zu "übernehmen". Zuvor hatte er bereits angekündigt, die US-Marine könne durchfahrende Schiffe zur Not eskortieren.
Von dem Stimmungsumschwung im späten Handel profitierten insbesondere die Aktien besonders konjunkturabhängiger Unternehmen. So zogen die Papiere des Baumaschinenherstellers Caterpillar an der Dow-Spitze um 3,5 Prozent an. Unter den Chipherstellern gewannen Nvidia 2,7 und AMD 5,3 Prozent.
Unter den weiteren Einzelwerten schnellten Hims & Hers Health um fast 41 Prozent nach oben. Der Telemedizinanbieter hatte sich in einem Streit mit Novo Nordisk um den Vertrieb umsatzstarker Medikamente des dänischen Pharmakonzerns mit diesem geeinigt.
Die Aktien von Live Nation Entertainment zogen um 6,2 Prozent an. Der Event-Veranstalter einigte sich in einem Kartellstreit mit dem Justizministerium.
Auch Index-Veränderungen bewegten die Kurse. Aktien von Vertiv etwa gewannen 9,3 Prozent. Der Ausrüster von Datenzentren steigt in den S&P 500 auf. Auch die Papiere des Laserspezialisten Lumentum und des Satellitenanbieters Echostar rücken in den Index auf. Lumentum kletterten daraufhin um fast 15 Prozent und Echostar um 3,5 Prozent nach oben.
NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/AFP/ANGELA WEISS