Wiener Börse zum Wochenauftakt deutlich schwächer

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Wiener Börse steht unter Druck
 © APA/APA/THEMENBILD/HELMUT FOHRINGER
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Die Auswirkungen des Iran-Krieges sind am Montag am Wiener Aktienmarkt deutlich spürbar. Die stark ansteigenden Ölpreise und die Sorgen um eine höhere Inflation sowie um einen Rückgang des Wirtschaftswachstums führten am Nachmittag weiterhin für ein dickes Minus beim ATX. Der heimische Leitindex notierte bei 5.290,20 Punkten um 2,1 Prozent schwächer. Der ATX Prime verlor 2,12 Prozent auf 2.629,23 Zähler. Auch die europäischen Leitbörsen zeigten sich tiefrot.

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Die Finanzminister der sieben führenden Industrienationen (G7) wollten noch am Montag über eine mögliche Freigabe von Notfall-Ölreserven beraten, wie die Nachrichtenagentur Reuters aus französischen Regierungskreisen erfuhr. Die "Financial Times" hatte zuerst über die Erwägungen berichtet. Ziel der Sitzung sei es, den durch den Krieg im Nahen Osten ausgelösten Ölpreisanstieg abzufedern.

Ins Blickfeld rückten auch heimische Konjunkturdaten. Wegen stark gestiegener Importe aus China sowie eines deutlichen Rückgangs der Ausfuhren in die USA verzeichnete Österreich 2025 ein Handelsbilanzdefizit von 6,6 Mrd. Euro. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) warnte bei der Präsentation der Zahlen davor, dass Europa ein "Ausweichmarkt für Dumpingimporte aus China" werde. Mit Abstand wichtigster Handelspartner Österreichs bleibt Deutschland. Mit den EU-Ländern halten sich Exporte und Importe ungefähr die Waage.

Unternehmensseitig blieb es am Montag ruhig. Andritz gaben um 2,72 Prozent auf 66,25 Euro nach. Ein stärkerer Euro sowie das Ausbleiben größerer Aufträge in den vergangenen Quartalen haben sich laut Deutsche Bank Research negativ auf Umsatz und Rentabilität im Geschäftsjahr 2025 ausgewirkt. Jedoch trage die Umstrukturierung schön langsam Früchte, heißt es weiter. Ebenso werden die Aussichten für das neue Geschäftsjahr als vielversprechend eingestuft. Der Analyst Lars Vom-Cleff belässt das Kursziel der Aktie bei 86 Euro. Es besteht auch weiterhin die Empfehlung "Buy".

Am unteren Ende des ATX notierten am Nachmittag weiterhin die Werte der voestalpine, die um 8,44 Prozent nachgaben. Dahinter folgten die Aktien von Wienerberger (-4,46 Prozent) und AT&S (-3,54 Prozent). Abschläge von 1,5 bis knapp 2,5 Prozent gab es bei den Bankenwerten. Zudem verloren RHI Magnesita 5,41 Prozent.

Gestützt wurde der heimische Leitindex lediglich von SBO mit einem Plus von 2,56 Prozent, Verbund mit plus 1,93 Prozent und OMV mit plus 0,52 Prozent. Zudem war der Flughafen Wien mit 1,54 Prozent im Plus.

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