Wiener Börse schließt schwächer, ATX verliert 1,13 Prozent

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Gestiegene Inflationszahlen aus einigen Euroraumländern belasten
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Der Wiener Aktienmarkt hat am Mittwoch deutlich schwächer geschlossen. Der heimische Leitindex ATX ermäßigte sich um 1,13 Prozent auf 6.856,00 Einheiten. Auch an den europäischen Leitbörsen ging es mit den Aktienkursen abwärts, nachdem unerwartet hohe Inflationszahlen aus einigen Euroländern gemeldet worden waren und damit wieder Sorgen vor weiteren Zinserhöhungen schürten.

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In Italien etwa, der drittgrößten Volkswirtschaft der EU, verstärkte sich die Inflation im September kräftig, und auch noch etwas deutlicher als erwartet. Auf Jahressicht stieg die Teuerung um 4,1 Prozent und liegt damit weit über dem Ziel der Europäischen Zentralbank, die auf mittlere Sicht eine Rate von zwei Prozent für den gesamten Währungsraum anstrebt. Auch in Deutschland und Spanien zog die Inflationsrate klar an.

Solange der Nahostkonflikt die Energiepreise hochhält und es Inflations- und Zinssorgen gibt, bleibt das Umfeld am Aktienmarkt schwierig, schrieben die Helaba-Analysten bereits in der Früh. Zwar hat Saudi-Arabien die Ölexporte über die Ost-West-Pipeline inzwischen wieder aufgenommen, deutliche Entspannung brachte dies an den Ölmärkten aber nicht, hieß es weiter von den Experten.

Am heimischen Aktienmarkt lag auf Unternehmensebene und von Analystenseite eine eher dünne Meldungslage vor. Palfinger-Aktien sackten fast zehn Prozent ab. Der Salzburger Kranhersteller bereitet eine Wertberichtigung seines Russland-Geschäfts vor. "Infolgedessen werden Vermögensgegenstände in Russland in Höhe von etwa 135 Millionen Euro im Q3 2026 ergebniswirksam wertzuberichtigen sein", teilte der Konzern mit.

Im Technologiebereich kamen die AT&S-Anteilsscheine um 7,2 Prozent zurück, nachdem die Titel am Vortag noch um mehr als neun Prozent hochgesprungen waren.

Die Papiere von RHI Magnesita gewannen 8,2 Prozent. Die Analysten der Berenberg Bank bekräftigten das Kaufvotum "Buy" für die Aktie des österreichisch-brasilianischen Feuerfestunternehmens, nachdem am Vortag bestätigt wurde, dass das Unternehmen den britischen Mitbewerber Vesuvius kaufen möchte.

Unter den schwergewichteten Banken verbilligten sich Raiffeisen Bank International um 0,9 Prozent und Erste Group um 1,6 Prozent. BAWAG-Titel gaben 1,1 Prozent ab.

Zulegen konnten die Papiere der Stromversorger. EVN-Anteilsscheine verbesserten sich um 2,1 Prozent und Verbund-Titel gewannen 0,9 Prozent.

WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/HANS PUNZ

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