
von
Deutlich ins Plus ging es für die Technologiewerte. SpaceX hat die zuletzt enorm verschlechterte Laune im KI-Sektor mit dem Bericht über einen Milliardengewinn im abgelaufenen Quartal wieder ein wenig gebessert. Sowohl im Geschäft mit Internet aus dem All als auch mit KI-Rechenzentren lief es gut. Die Aixtron-Papiere zogen 2,3 Prozent hoch. ASM International verteuerten sich um 1,5 Prozent.
Im Gesundheitsbereich sorgte EssilorLuxottica mit einem Kurssprung von mehr als 13 Prozent für Unterstützung. Der Augenoptikkonzern hat im dritten Quartal von guten Geschäften mit traditionellen Brillen profitiert. Zu konstanten Wechselkursen stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,2 Prozent auf fast 7,5 Milliarden Euro, wie das französisch-italienische Unternehmen mitteilte. Analysten hatten im Schnitt nur ein Wachstum von 6,3 Prozent erwartet. Auch das Geschäft rund um Smartbrillen stieg deutlich. Der Konzern mit Brillenmarken wie Burberry, Oakley und Ray-Ban legte in allen Regionen zu.
Am deutlichsten abwärts ging es mit Automobilwerten. Die Aktien von Michelin büßten 5,3 Prozent ein. Die aktuellen Zahlen zum dritten Quartal seien noch schwächer ausgefallen, als es der Reifenhersteller vor einigen Wochen angedeutet habe, stellten die Analysten von Bernstein fest. Während das US-Geschäft sich verbessert habe, seien Teile des Europa-Geschäfts überraschend schwach gewesen. Insgesamt seien im dritten Quartal Preiserhöhungen durch die Rohstoffpreisentwicklung konterkariert worden. Hier sei für das vierte Quartal noch eine Verschärfung zu erwarten.
Aktien von Carrefour brachen um mehr als 14 Prozent ein. Die französische Supermarktkette hatte am Vorabend wegen der Unruhen in Frankreich die Prognosen für das Gesamtjahr gesenkt. Die Analysten von Jefferies sprachen von einem überraschend gesenkten Ausblick des französischen Einzelhändlers. Das schwächere Geschäft in Frankreich und die gedämpfte Konsumlaune in Brasilien weckten Sorgen über die geschäftliche Entwicklung des Unternehmens.
Die Aktien von Adidas reagierten mit klaren Kursgewinnen von fast zwei Prozent auf die erhöhte Gewinnprognose für das Gesamtjahr. Der Sportartikelkonzern hat ein besser als erwartetes drittes Quartal erzielt und erwartet nun 2026 mehr operativen Gewinn als zunächst angenommen. Dabei profitiert das Unternehmen auch von Zollrückerstattungen aus den USA. Adidas erwartet für das laufende Jahr nun ein Betriebsergebnis von 2,5 Milliarden Euro.
LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/THOMAS SAMSON