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Der Blick war weiter auf den Nahen Osten gerichtet und die Hoffnung bleibt, dass die USA und der Iran eine diplomatische Lösung finden. Die Ölpreise gingen heute etwas zurück, bleiben aber weiter hoch. Laut dem Iran gehen die Verhandlungen mit den USA über die Straße von Hormuz weiter. Die Öllieferungen durch die umkämpfte Meeresstraße nehmen zudem wieder zu. Immer wieder gibt es aber auch Berichte über den Beschuss von Schiffen.
In den Fokus rückten auch Konjunkturindikatoren. Im Euroraum hat sich die Wirtschaftsstimmung im September überraschend eingetrübt. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) fiel im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Punkte auf 97,9 Punkte, wie die Europäische Kommission am Dienstag in Brüssel mitteilte. Zuvor war der Stimmungsindikator vier Monate in Folge gestiegen.
Analysten wurden vom Stimmungsdämpfer überrascht. Sie hatten einen weiteren Anstieg erwartet und waren im Schnitt von einem Indexwert von 99,0 Punkten ausgegangen. Der Stimmungsindikator fällt damit wieder tiefer unter den langfristigen Durchschnitt von 100 Punkten.
In Österreich fordert Wifo-Chef Gabriel Felbermayr nach den Regierungsmaßnahmen für die Industrie jetzt auch eine gezielte Strategie für die kriselnde Baubranche. "Wenn man was tun will für die Konjunktur, wäre der Bau eigentlich ein zentrales Element, wo man ansetzen müsste", sagte Felbermayr am Dienstag im Klub der Wirtschaftspublizisten in Wien. Daher wäre es gut, wenn die Politik "nach der Industriestrategie eine Baustrategie machen" würde.
Bei den Unternehmen rückte der Feuerfestkonzern RHI Magnesita in den Blick. Das Unternehmen bestätigt, den britischen Konkurrenten Vesuvius für rund 1,6 Milliarden Euro übernehmen zu wollen. Einen Kernaktionär der Briten hat der in Wien und London an der Börse notierte Konzern bereits auf seiner Seite, heißt es in einem Pressestatement. Das Angebot beläuft sich auf rund 5,5 Pfund (6,4 Euro) pro Vesuvius-Aktie, so RHIM. Ein Teil davon soll in Form von RHI-Aktien entgolten werden. Die Anleger finden noch keinen rechten Gefallen an dem Vorhaben. RHI büßten bisher 1,5 Prozent ein.
Als stärkste Branche in Europa zeigten sich heute einmal mehr die Technologiewerte. Dadurch erholten sich AT&S von ihrem gestrigen Tief und liegen an der Spitze des ATX mit plus 9,1 Prozent. Die OMV hat heute die sinkenden Ölpreise zu spüren bekommen. OMV gaben 2,3 Prozent nach. Den Schluss im ATX bildeten voestalpine mit minus 3,2 Prozent.
Mit einem negativen Vorzeichen fanden sich heute die schwergewichteten Bankenwerte. Erste Group fielen um 2,6 Prozent, BAWAG um 2,1 Prozent und Raiffeisen Bank International (RBI) um 1,4 Prozent.
Zu den Verlierern zählen heute auch die Bauwerte und folgen damit dem negativen Trend der Infrastrukturbranche. Wienerberger gaben 2,3 Prozent ab, Strabag 0,9 Prozent und Porr 0,6 Prozent. Palfinger waren mit plus 1,8 Prozent der Ausreißer nach oben.
A printed circuit board is displayed in the showroom at the AT&S headquarters in Leoben, Styria, Austria, on August 11, 2026. Nestled in the wooded hills of Austria's Styria region, the town of Leoben oozes tradition with its pastel-coloured buildings and quaint central square boasting a 13th-century church..Yet on the edge of town, engineers peer through giant magnifying glasses and automated robotic arms move sheets of copper to develop components used in some of the world's most advanced AI systems. (Photo by KERSTIN JOENSSON / AFP)