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Noch hält die Waffenruhe am Persischen Golf, doch es ist eine mehr als brüchige Situation. Die jeweiligen Vorschläge werden von beiden Seiten als inakzeptabel zurückgewiesen. "Die Inflationsgefahren wegen der erhöhten Energiepreise dominierten auch zu Beginn der Woche das Geschehen an den Finanzmärkten, denn mit den zunächst gescheiterten Friedensverhandlungen sind die Ölpreise wieder gestiegen. Vor diesem Hintergrund dürften die heute anstehenden US-Verbraucherpreise des Monats April von Interesse sein", schreiben die Analysten der Helaba in einem Bericht. Die Richtung sei klar, es werde weiter nach oben gehen, "nicht nur mit dem Verbraucherpreisindex, sondern auch mit der Inflationsrate", heißt es weiter.
China wird derzeit zum Hoffnungsträger. US-Präsident Donald Trump wird China nämlich in Kürze besuchen. Dabei soll es zwar hauptsächlich um die Beilegung des Handelsstreits der zwei weltweit größten Volkswirtschaften gehen, am Markt erhofft man sich aber auch positive Impulse in Sachen Iran-Krieg. China unterstützt den Iran, denn chinesische Raffinerien sind die wichtigsten Abnehmer von Erdöl aus dem Iran.
In Österreich rückte die Agrana mit den Zahlen zum Geschäftsjahr 2025/26 in den Mittelpunkt. Der Agrarkonzern ist demnach in die Verlustzone gerutscht. Das Konzernergebnis belief sich auf minus 35,6 Mio. Euro, der Umsatz ging um 7,9 Prozent auf 3,2 Mrd. Euro zurück. Das operative Ergebnis stieg um 6,2 Prozent auf 81,2 Mio. Euro, wie der Nahrungsmittel- und Industriegüterkonzern am Dienstag mitteilte. Die Dividende soll halbiert werden. Gestern gingen Agrana mit einem Zuwachs von 3,4 Prozent noch als Topperformer im ATX prime aus dem Tag. Heute verloren sie bis jetzt 0,8 Prozent.
Die Aktien des Luftfahrtzulieferers FACC gaben 0,30 Prozent auf 13,50 Euro ab. Die Erste Group hat ihr Kursziel für FACC von 15,0 Euro auf 18,7 Euro hinaufgesetzt. Die Empfehlung "Buy" wurde beibehalten. Aufgrund der starken Ergebnisse des ersten Quartals bekräftigte das Unternehmen seine Prognose, die für das Geschäftsjahr 2026 ein Umsatzwachstum von 5 bis 15 Prozent sowie eine weitere Verbesserung der betrieblichen Effizienz vorsieht, schreiben die Erste Group-Experten in der aktuellen Studie.
Am obersten Ende des ATX prime standen OMV mit einem Zuwachs von 2,0 Prozent. Der Ölkonzern liegt damit im europäischen Trend. Derzeit ist nämlich mit einem Plus von 0,5 Prozent der Stoxx Europe 600 Oil&Gas der stärkste Sektor in Europa.
Am anderen Ende des ATX prime findet sich Frequentis. Die Aktien des Technologieunternehmens verloren massive 13,8 Prozent.