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Der Euro-Stoxx-50 schloss mit minus 1,02 Prozent auf 5.912 Punkten. Daraus resultierte für den Leitindex der Eurozone ein Wochengewinn von einem halben Prozent. In Frankfurt gab der DAX um 1,32 Prozent nach auf 24.339 Zählern. Der FTSE-100 in London sank um 0,43 Prozent auf 10.233 Punkte.
Die Verluste hielten sich damit zwar halbwegs in Grenzen, aber die Nervosität an den Märkten nahm wieder zu. "Die Situation in der Krisenregion bleibt angespannt und die Waffenruhe ist mehr als brüchig", warnte Christian Henke, Marktanalyst vom Broker IG. "Sollte es nicht zu einer Einigung kommen, könnten sich die Anleger sehr schnell ernüchtert zeigen und den Börsen den Rücken zuwenden."
In der Berichtssaison ging es nach einigen heißen Tagen am Freitag gemächlicher zu. Quartalszahlen veröffentlichte die Commerzbank, die zurzeit vor allem wegen der Übernahmeofferte der italienischen Unicredit im Fokus steht. Das Frankfurter Institut hob seine Prognosen an. Die Aktien gaben dennoch um 3,9 Prozent nach. Die Analysten der kanadischen Bank RBC sprachen von ambitionierten Zielen.
Schwächster Sektor waren die Versicherungswerte. Swiss Life reagierten mit 2,7 Prozent Abschlag auf eine Verkaufsempfehlung der UBS. Die Aktien der Allianz verloren mit fünf Prozent noch mehr, doch war dies dem Dividendenabschlag des Schwergewichts geschuldet.
Im ebenfalls schwächelnden Reisesektor ging es mit den Aktien der Fluggesellschaften nach unten. Die Aktien der britischen IAG lagen dabei mit 3,2 Prozent im Minus. Der extreme Anstieg der Kerosinpreise durch den Iran-Krieg hatte die Gewinnpläne der British-Airways-Mutter durchkreuzt. Der Ausblick deute darauf hin, dass die Konsensschätzungen für den operativen Gewinn (Ebit) in diesem Jahr gesenkt werden müssten, hieß es von der kanadischen RBC. Bei der AUA-Mutter Lufthansa gab es ein Minus von 2,8 Prozent zu sehen.
Gewinne verzeichneten dagegen die Technologiewerte. Hier ragten Infineon mit 3,6 Prozent Zuwachs heraus. Amadeus IT gewannen 1,9 Prozent. Der Anbieter von Buchungssystemen hatte mit seinen Zahlen zum ersten Quartal die Erwartungen übertroffen. Zudem hatte Amadeus trotz der Lage im Mittleren Osten seinen Ausblick bestätigt.
FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND