Europas Leitbörsen uneinheitlich, Euro-Stoxx-50 minus 0,27%

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Keine Fortschritte bei USA-Iran-Verhandlungen belasten Aktienkurse
 © AFP, DANIEL ROLAND, Apa
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Mangels Fortschritten in den US-Gesprächen mit dem Iran haben Europas wichtigste Aktienmärkte am Montag nur wenig verändert geschlossen. Anleger blieben vorsichtig, weil beide Seiten bei ihren Bemühungen um ein Ende des Krieges nicht vorankommen. Wieder anziehende Ölpreise waren die Folge. Im Späthandel unterstützte in Europa aber eine freundliche Tendenz an der Wall Street die Aktienkurse etwas.

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Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,27 Prozent auf 5.895,45 Punkte. Der DAX legte knappe 0,05 Prozent auf 24.350,28 Zähler zu. Der Londoner FTSE-100 zeigte sich mit plus 0,36 Prozent bei 10.269,43 Punkten.

"Der Weg zur Wiederöffnung der Straße von Hormuz bleibt ungewiss", schrieben die Experten der UBS um den Investmentchef Mark Haefele mit Blick auf die jüngsten Ereignisse im Iran-Krieg. US-Präsident Donald Trump und der Iran hatten jeweils Friedensvorschläge der Gegenseite zur Beilegung des Konflikts als nicht akzeptabel zurückgewiesen.

Führend in der europäischen Sektorwertung waren die Öl- und Gaswerte, dank Rückenwind durch weiter anziehende Preise der fossilen Brennstoffe. Die Eni-Papiere kletterten hier drei Prozent hoch.

Dahinter verteuerten sich die Chemie-Werte, die allgemein als defensivere Anlagevariante angesehen werden. BASF-Papiere gewannen 3,5 Prozent.

Positiv fielen die im FTSE-100 enthaltenen Telekomtitel von Airtel Africa auf, die in London starke 14,5 Prozent höher gehandelt wurden. Bei dem Unternehmen gab es Spekulationen darüber, dass der Mehrheitsaktionär Bharti Airtel seine Beteiligungsstruktur neu ordnen könnte.

Bei ams-Osram steht der nächste Spartenverkauf an: Der steirisch-deutsche Chip- und Sensorenhersteller versilbert sein Geschäft mit CMOS-Bildsensoren. Käufer für 40 Mio. Euro ist indie Semiconductor. Der Verkauf ist Teil der Strategie von ams-Osram, sich stärker auf AI Photonics und das Geschäft mit Smart-Brillen zu konzentrieren. Der Verkauf soll innerhalb der nächsten sechs Monate abgeschlossen sein. Die ams-Papiere reagierten mit einem Kurssprung von mehr als 13 Prozent nach oben.

Unter den Einzelwerten im Euro-Stoxx-50 fielen die Titel von Argenx mit einem Anstieg um drei Prozent positiv auf. Sie profitierten von einer Zulassungserweiterung in den USA für das Medikament Vyvgart. Dessen Spektrum gegen die Autoimmunkrankheit Myasthenia gravis wird mit dem Einsatz gegen eine seronegative Variante (SNMG) erweitert.

In London sorgte es bei Asos für einen Kurssprung um fast sieben Prozent, dass der vermeldete Verkauf eines Logistikzentrums an die Supermarktkette Marks & Spencer positiv überraschte. Die positive Reaktion der Asos-Anleger fußt darauf, dass die Vereinbarung zu einem signifikanten einmaligen Vorsteuergewinn führen wird.

Generell unter Druck standen die Aktien aus den Auto- und Rüstungssektoren. Im Rüstungsbereich war am Montag Rheinmetall das Sinnbild, mit einem Kursrutsch um 2,7 Prozent auf ein erneutes Tief seit April 2025. Von Bernstein Research wurde auf anhaltende Lösungsbemühungen im Ukraine-Krieg verwiesen. Ein dort nachhaltiger Waffenstillstand würde der Branche den wichtigsten Treiber nehmen, hieß es am Montag in einem Kommentar von Analyst Adrien Rabier.

Die Streichung einer Kaufempfehlung durch die Bank of America, die einen Vorstoß chinesischer Konkurrenz in der Europäischen Union befürchtet, ließ den Kurs des französischen Autobauers Renault um 2,3 Prozent absacken - etwas stärker als bei den ebenfalls abgestuften Stellantis-Aktien, die aber auch über dem Sektorschnitt um 1,8 Prozent fielen. Titel des Opel- und Peugeot-Mutterkonzerns bewertet die US-Bank nun mit "Underperform".

Eine positive Erwähnung wert sind die Aktien von Holcim, die sich in Zürich mit 1,2 Prozent im Plus bewegten. Die US-Bank JPMorgan hatte die Aktien auf eine Liste der besten Anlageideen gesetzt. Zudem drückte Analystin Elodie Rall dem Baustoffhersteller mit Blick auf den Halbjahresbericht den Stempel "Positive Catalyst Watch" auf. Holcim ist nun ihr Branchenfavorit.

In London zogen die Anteile der Fluggesellschafts-Holding IAG um 6,4 Prozent an nach der Nachricht, dass das Unternehmen den Haltern einer Anleihe an Wandlungsangebot unterbreitet hatte.

Die Aktien von Axa waren am Montag nur optisch unter den größten EuroStoxx-Verlierern. Die Titel des Versicherers wurden zu Wochenbeginn ex Dividende gehandelt.

FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND

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