Wiener Börse knüpft an Vortageserholung an, ATX +0,6 %

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Palfinger nach Zahlen im Plus
 © ALEX HALADA, Themenbild, Apa
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Der Wiener Aktienmarkt hat die jüngste Erholung am Mittwoch in einem etwas gemächlicheren Tempo fortgesetzt. Die Marktakteure warten auf geldpolitische Entscheidungen in den USA und der Eurozone. Etwas gebremst wird die Kauflaune tendenziell von den wieder gestiegenen Ölpreisen, die angesichts der Wahl in Israel und eines Medienberichts über mögliche US-Angriffe auf den Iran nach den US-Zwischenwahlen Anfang November anzogen.

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Am frühen Nachmittag stieg der österreichische Leitindex um 0,64 Prozent auf 6.471,06 Punkte. Bereits am Dienstag hatte er spürbar zugelegt, auch wenn die schwache Vorwoche noch nicht zur Gänze ausgebügelt ist. Für den ATX Prime ging es um 0,63 Prozent auf 3.176,76 Zähler hinauf. Das europäische Umfeld zeigte dagegen nur leicht im Plus.

Bezüglich der Zinsentscheidung der Fed erwarten die Experten der Helaba eine Beibehaltung des aktuellen Zinsniveaus, wenngleich die fundamentalen Rahmenbedingungen ambivalente Argumente liefern würden. Einer hohen Inflationsrate und der robusten Lage am Arbeitsmarkt etwa stünden bereits gestiegene Kapitalmarktrenditen, eine schwache Konsumstimmung gegenüber, so die Ökonomen.

Im ATX gewannen Palfinger nach Quartalszahlen 1,7 Prozent. Dabei sank das Betriebsergebnis (EBIT) in den ersten drei Quartalen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 5,8 Prozent auf 120,7 Mio. Euro zurück. Der Umsatz erhöhte sich um 3,9 Prozent auf 1,62 Mrd. Euro. Erste-Analyst Daniel Lion sprach von soliden Zahlen angesichts der schwachen Nachfrage in den Kernmärkten Deutschland und USA.

AT&S knüpften unterdessen mit plus 3,5 Prozent an die kräftige Vortageserholung an. Europaweit waren Halbleiterwerte nach starken Zahlen des südkoreanischen Chipherstellers SK Hynix gefragt.

RHI Magnesita (RHIM) legten um 2,3 Prozent zu. Der heimische Feuerfestkonzern, der seit längerem eine Übernahme des britischen Konkurrenten Vesuvius anstrebt, sprach von erheblichen Fortschritten in den Verhandlungen. So habe man sich unter anderem grundsätzlich bei kartellrechtlichen Fragen geeinigt. Ein verbindliches Angebot gibt es aber noch nicht. Vesuvius verlängerte nun die Frist, bis zu der RHIM ein formelles Angebot ankündigen oder sich zurückziehen muss, bis zum 24. November.

Inzwischen kürzte die Deutsche Bank ihr Ziel für die Lenzing-Aktien mit Verweis auf die zuletzt durchgeführte Kapitalerhöhung deutlich auf 12,70 Euro zusammen. Analyst Lars Vom-Cleff bewertet die neue strategische Ausrichtung des Faserherstellers aber mittelfristig als positiv. Der Lenzing-Kurs erholte sich um sechs Prozent auf 10,50 Euro.

CA Immo tendierten 1,2 Prozent tiefer bei 21,20 Euro. Die Erste Group hatte die Papiere auf "Hold" abgestuft und ihr Kursziel auf 23,60 Euro gesenkt.

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