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Unterstützt wurden die Börsen von der guten Nachfrage nach KI-Werten an der US-Technologiebörse Nasdaq und einer Beruhigung am Rohölmarkt. Die Ölpreise kamen am Dienstag angesichts neuer Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung im Nahostkonflikt weiter zurück. Viele Anleger dürften aber noch die im Wochenverlauf anstehenden Zinsentscheidungen der EZB und der US-Notenbank sowie die Quartalsergebnisse einiger wichtiger US-Technologiekonzerne abwarten.
Gegen den Trend schwach zeigte sich die Börse London. Der britische Leitindex FTSE fiel um 0,75 Prozent auf 10.686,54 Punkte. Belastet wurde der Index auch von den Verlusten der schwer gewichteten HSBC-Aktie. Die Titel büßten knapp 5 Prozent ein, nachdem die Großbank enttäuschende Quartalszahlen präsentiert hatte.
Unter den größten Verlierern fanden sich nach schlecht aufgenommenen Quartalszahlen von Mercedes-Benz europaweit Automobilwerte. Mercedes-Benz hatte wegen der Krise in China und hoher Kosten seine Gewinnpläne für das laufende Jahr gestutzt. Neben einem zunehmend herausfordernden Umfeld in China erwartet der Autobauer auch höhere Kosten im vierten Quartal, unter anderem für Material. An der Börse verloren Mercedes-Aktien 3,9 Prozent und waren damit das Schlusslicht im DAX.
Auch in anderen Branchen sorgte die laufende Berichtssaison für Impulse. Aktien von Beiersdorf rutschten nach der Vorlage der Quartalszahlen des Konsumgüterkonzerns um 3,3 Prozent ab. Beiersdorf hielt den Umsatz im dritten Quartal stabil und damit im Rahmen der Erwartungen von Analysten. Der im Sommer gesenkte Jahresausblick wurde bestätigt. Ein Börsianer wertete aber das Geschäft der Sparte Tesa als Enttäuschung.
Stark gesucht waren nach guten Vorgaben der Börsen in Asien und den USA Aktien mit KI-Fantasie. So lagen die Aktien des Chipkonzerns Infineon mit einem Plus von 4,8 Prozent ganz oben im Euro-Stoxx-50, gefolgt von Siemens Energy mit einem Kursplus von 4,4 Prozent. Der Stromerzeuger zählt Rechenzentren zu seinen wichtigsten Kunden und gilt damit als Profiteur vom KI-Boom.
Mit Spannung erwartet werden an den Märkten jetzt die im Wochenverlauf anstehenden Zinsentscheidungen der EZB und der US-Notenbank Fed. Von den ebenfalls angesetzten Ergebnisveröffentlichungen wichtiger US-Techkonzerne wie Alphabet, Amazon und Microsoft erhoffen Börsianer Hinweise darauf, ob sich die Mega-Investitionen in KI-Infrastruktur auch rechnen werden.
LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/XAVIER GALIANA