US-Börsen uneinheitlich: Tech-Werte gesucht, Dow behauptet

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Boeing nach Zahlen 11 Prozent im Minus
 © AFP, ANGELA WEISS, Apa
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Die US-Börsen haben am Dienstag ohne klare Richtung geschlossen. Während die an der Nasdaq gelisteten Technologieaktien gesucht waren, schloss der stärker mit Standardwerten bestückte Dow Jones nur mit einem knappen Plus von 0,03 Prozent und 52.377,57 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,60 Prozent auf 7.722,60 Zähler zu. Der technologielastige Nasdaq Composite gewann 1,18 Prozent auf 26.477,811 Punkte.

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Für gute Nachfrage bei Tech-Aktien sorgte die Euphorie wegen des immer konkreter werdenden Börsengangs des KI-Unternehmens Anthropic. Gestützt wurden die Aktien zudem von der Korrektur der Ölpreise angesichts der Hoffnung auf eine mögliche Verhandlungslösung im Nahostkonflikt. Im Vorfeld der in diese Woche anstehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank und der ebenfalls angesetzten Quartalszahlen wichtiger Tech-Konzerne wie Alphabet, Amazon und Microsoft hielten sich aber viele Anleger vorerst mit Engagements zurück.

Belastet wurde der Dow Jones zudem von den starken Kursverlusten von Boeing. Der Flugzeughersteller hat in seiner Dauerkrise ein weiteres Verlustquartal verbucht. Dies war aber nicht maßgeblich dafür, dass der Kurs nach einer anfangs noch verhaltenen Reaktion um 10,7 Prozent abrutschte. Dafür verantwortlich gemacht wurden enttäuschende Begleitaussagen zu den Auslieferungen und dem längerfristigen Cashflow. Das Hochfahren der Produktion bereitet Boeing weiterhin Probleme.

Als ein weiterer großer Dow-Verlierer litten die Aktien von Sherwin-Williams mit 2,7 Prozent darunter, dass der Farbenproduzent im dritten Quartal beim Gewinn die Erwartungen der Analysten verfehlte. Die Titel von Coca-Cola büßten außerdem 1,6 Prozent ein, obwohl der Getränkekonzern starke Resultate vorgelegt und erneut seine Jahresprognose erhöht hatte. Diese Neuigkeiten reichten den Anlegern aber nicht, um das jüngste Rekordhoch wieder anzugreifen.

Im Tech-Sektor ging die Erholung bei Aktien aus dem Chipsektor weiter, die am Vortag eingeleitet wurde. Broadcom gehörte mit vier Prozent Plus nach einer Kaufempfehlung des Analysehauses D.A. Davidson zu den größeren Gewinnern. Gut für die Stimmung war auch eine erweiterte Partnerschaft zwischen dem Softwareanbieter Oracle und dem KI-Plattformanbieter OpenAI, die die Oracle-Titel mit 3,6 Prozent ins Plus hievte.

Unter den Größten der Tech-Branche überwogen die Gewinne, allen voran bei Tesla, denn die Titel des Elektroautobauers setzten ihre schwungvolle Erholung in Erwartung einer möglichen Fusion mit SpaceX mit einem Anstieg um 4 Prozent fort. Mit 1,6 Prozent unter Druck blieben die zuletzt von Kapitalmaßnahmen belasteten Meta-Papiere - trotz der Erkenntnis, dass die Ausgabe neuer Aktien fünffach überzeichnet war.

Gespannt wird jetzt in der Tech-Branche darauf gewartet, was am Mittwoch Alphabet und Microsoft berichten, gefolgt von Amazon am Donnerstag - drei der weltgrößten Konzerne, die zusammen mehr als zehn Billionen Dollar Marktwert auf die Waage bringen. Am Markt hieß es, es bleibe entscheidend, wie viel Geld sie für KI-Technologie ausgeben und wann sich dies auszahlen werde.

Der Paketdienst UPS überzeugte seine Anleger mit dem Quartalsbericht. Für die Aktien ging es um fast sechs Prozent nach oben und im Schlepptau schaffte es auch Fedex ins Plus. Kurz vor Beginn des lukrativen Feiertagsgeschäft hatte UPS seine Jahresprognosen auf ein überraschend hohes Niveau nach oben geschraubt.

Mit einem Kurssprung um 19 Prozent sorgte außerdem noch Jetblue Airways für Aufsehen. Die hoch verschuldete Fluggesellschaft hofft, im kommenden Jahr operativ wieder profitabel werden zu können. Für 2028 wurde der Wille bekräftigt, je Aktie einen Gewinn von mindestens 1 US-Dollar und einen positiven Free Cashflow zu erwirtschaften.

NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/AFP/ANGELA WEISS

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