Börse Wien schließt mit starken Zuwächsen

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AT&S mit sehr gutem Tag
 © AFP, KERSTIN JOENSSON, Apa
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Die Wiener Börse hat sich am Dienstag mit satten Gewinnen aus dem Handel verabschiedet. Der Leitindex ATX stieg um deutliche 2,54 Prozent auf 6.429,63 Punkte. Für den breiteren ATX Prime ging es 2,45 Prozent aufwärts auf 3.157,02 Einheiten. An den europäischen Börsen waren in der Eurozone ebenfalls Aufwärtstendenzen zu beobachten.

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Für bessere Laune sorgten fallende Ölpreise, blieben aber weiter hoch. Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg sorgten für etwas Beruhigung am Ölmarkt. Zur Verhinderung einer neuen militärischen Eskalation am Persischen Golf hat Irans Präsident den Emir von Katar getroffen. Massud Peseschkian und Katars Emir Tamim bin Hamad sprachen am Rande eines Wirtschaftsgipfels in Moskau, wie die Regierung in Teheran mitteilte.

Am Montag waren in Teheran zuvor Vertreter aus Saudi-Arabien, Pakistan und der Türkei mit der iranischen Staatsspitze zusammen gekommen. Zu den Inhalten des überraschenden Treffens wurde offiziell zunächst wenig bekannt.

Auch der positive internationale Trend für KI-und Halbleiter-Werte sorgte für Auftrieb. Der entsprechende Sektor in Europa hat heute als Topbranche um knappe zwei Prozent zugelegt. So zeigten sich die Aktien des Leiterplattenherstellers AT&S wieder stark und lagen mit einem satten Zuwachs von 11,5 Prozent an der Spitze des ATX. Die Papiere der Steirer haben damit heuer bereits über 380 Prozent zugelegt.

"Die Märkte stehen vor einer Woche, die wichtige Weichen für die nächsten Kursbewegungen stellen könnte. Mit den Quartalszahlen von Alphabet und Microsoft am Mittwoch sowie Amazon am Donnerstag erreicht die Berichtssaison einen Höhepunkt", bemerkte Marktanalyst Salah-Eddine Bouhmidi vom Broker IG. Zudem stünden einige Zinsentscheidungen an: Am Mittwoch jene der US-Notenbank Fed, gefolgt von der EZB am Donnerstag und der Bank of Japan am Freitag.

Analysten der Deutsche Bank Research haben das Kursziel für voestalpine im Vorfeld der Vorstellung der Zahlen für das zweite Quartal bei 63,00 Euro belassen und auch die Kaufempfehlung "Buy" nicht angetastet. Die Experten von Deutsche Bank Research gehen von einem schwächeren Quartal im Vergleich zum Vorquartal aus und prognostizieren ein EBITDA von 353 Mio. Euro im 2. Quartal, was ein Minus von 11 Prozent gegenüber dem Vorquartal und von minus zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr wäre. voestalpine notierten mit ein Zuwachs von 1,29 Prozent bei 42,48 Euro.

Getragen wurde heute der ATX von den Bankenschwergewichten. Raiffeisen Bank International gewannen 4,7 Prozent, BAWAG 4,1 Prozent und Erste 3,0 Prozent.

In die entgegengesetzte Richtung zogen OMV mit minus 3,9 Prozent. Der europäische Öl- und Gassektor spürte heute die fallenden Ölpreise und hat 0,9 Prozent verloren.

Am Ende des ATX standen die Lenzing-Papiere, die 5,0 Prozent abgeben mussten. Eine gute Performance im ATX Prime zeigten FACC, die 6,9 Prozent aufbauen konnten.

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