Wiener Börse am Vormittag klar schwächer

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Negatives europäisches Umfeld
 © Roland Schlager, Apa
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Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Donnerstagvormittag klar schwächer gezeigt. Der heimische Leitindex ATX fiel gegen 9.30 Uhr um 1,59 Prozent auf 6.746,80 Punkte. Für den breiter gefassten ATX Prime ging es um 1,55 Prozent auf 3.310,57 Zähler hinab. Das europäische Umfeld zeigte sich ebenfalls einheitlich klar im roten Bereich.

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Inflationssorgen und die Befürchtung der Anleger steigender Zinsen wurden von Marktbeobachtern erneut als Belastungsfaktoren für die Aktienmärkte angeführt. Hohe Inflationszahlen aus Deutschland und anderen europäischen Ländern hatten bereits am Mittwoch für Verluste gesorgt.

Unterstützung für die Börsen hatten sich Anleger von den nachbörslich berichteten starken Quartalszahlen von Micron erhofft. Der Speicherchiphersteller meldete ein weiteres Rekordquartal und gab obendrein einen optimistischen Ausblick. Zwar warnte er auch vor steigenden Kosten, doch in Asien - vor allem in Japan und Südkorea - gab der Bericht Technologieaktien Auftrieb.

Datenseitige gilt das Interesse der Investoren heute vor allem dem ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe in den USA, kommentierte die Helaba. Zudem stehen in den USA die Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe auf der Agenda.

Unter den heimischen Indexschwergewichten büßten Raiffeisen im Frühhandel 2,7 Prozent ein. voestalpine lagen 2,3 Prozent tiefer und Verbund gaben um 2,2 Prozent nach. Erste Group schwächten sich um 2,2 Prozent ab, während OMV 1,7 Prozent verloren.

Der Faserkonzern Lenzing braucht für seine Neuausrichtung Geld und zapft dafür den Kapitalmarkt an. Über eine Barkapitalerhöhung mit Bezugsrechten streben die Oberösterreicher 300 Mio. Euro an. Der Bezugspreis wurde auf 8,65 Euro/Aktie festgelegt, teilte Lenzing am Donnerstag mit. Dies entspreche einem Abschlag von 42,5 Prozent auf den theoretischen Preis ohne Bezugsrechte auf Basis des Schlusskurses vom Mittwoch. Die Lenzing-Eigentümer wollen die Kapitalmaßnahme mittragen. Lenzing-Aktien zeigten sich bis dato gut 10 Prozent tiefer.

Die Kapsch TrafficCom hat einen Mautauftrag im US-Bundesstaat Kalifornien erhalten. Der österreichische Mautspezialist wird Mautsystem und Kundenservice zweier Straßen zusammenführen, der Auftragswert beläuft sich auf 170 Mio. Euro bis 2041, teilte das Unternehmen mit. Kapsch-Aktien notierten im Frühhandel um 2,4 Prozent schwächer.

WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/ROLAND SCHLAGER/ROLAND SCHLAGER

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