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Starke Anstiege der Energiepreise trieben die Teuerung in Deutschland erstmals seit Ende 2023 über die Marke von drei Prozent. Die Verbraucherpreise lagen im September um 3,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats - nach 2,9 Prozent Inflation im August. Ähnlich sah die Entwicklung in Frankreich und Italien aus.
Dagegen stieg in den USA der sogenannte PCE-Deflator im August weniger stark als prognostiziert. Er gilt als bevorzugte Inflationskennziffer für die US-Notenbank Fed, die ihre Geldpolitik sowohl an der Teuerungsentwicklung als auch am Arbeitsmarkt ausrichtet.
Auf die Börsenstimmung drückten auch die wieder steigenden Ölpreise. Erneut hatten die Anleger die geopolitische Entwicklung im Nahen Osten und die Öllieferungen aus den Fördergebieten am Persischen Golf im Blick. Zuletzt gab es Meldungen, dass mehrere Tankschiffe in der Straße von Hormuz unter Beschuss geraten sind.
Technologiewerte tendierten nach den Vortagesgewinnen richtungslos. Hier war Abwarten vor den Quartalszahlen von Micron angesagt. "Sie müssen zeigen, ob der KI-Boom inzwischen weiterhin ausreichend im operativen Geschäft der Halbleiterunternehmen ankommt", betonte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst CMC Markets. "Enttäuscht Micron, könnte aus der zuletzt gewachsenen Skepsis gegenüber dem KI-Sektor schnell wieder Verkaufsdruck werden."
Im DAX zählte BMW zur Wochenmitte mit einem Kursplus von 1,5 Prozent zu den besten Werten. Die Pläne des Autobauers für die kommenden Jahre schienen den Anlegern Mut zu machen. Am Dienstag hatten noch kolportierte Aussagen vom Kapitalmarkttag im späten Handel für Nervosität gesorgt. Diese Verluste holte BMW wieder auf.
In der zweiten Reihe zogen Aktien von DocMorris um 7,1 Prozent an. Nach der Prognoseerhöhung von Konkurrent Redcare zum Wochenstart nahm laut Händlern auch das Analysehaus Cantor die Bewertung in einer Branchenstudie mit "Overweight" auf.
FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND