
von
Gefragt waren die technologielastigeren Märkte. Sie reagierten damit auf die Vorgaben von Micron. Die Zahlen des US-Halbleiterunternehmens hatten von einem ungebrochenen Boom im Bereich der Künstlichen Intelligenz gezeugt. Hinzu kam der starke Ausblick von Micron. Der japanische Leitindex Nikkei-225 schloss mit 68.956,72 Punkten und damit um 3,3 Prozent höher. Auch der südkoreanische Kospi legte mit rund zwei Prozent etwas stärker zu.
Weniger technologielastige Börsen schwächelten dagegen. Der australische S&P ASX-200 sank um knapp zwei Prozent auf 8.614,40 Punkte. Die Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen auf Druck von der Anleiheseite. Bereits in den USA waren die Renditen weiter gestiegen und hatten damit auf die anhaltenden Gefahren der hohen Energiepreise für die Inflationsentwicklung reagiert.
Auch indische Aktien lagen im Minus. "Die Börsen befinden sich damit in einem zunehmend gespaltenen Umfeld", merkte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets an. "Die KI-Euphorie liefert weiterhin starke Wachstumsfantasie, während Ölpreise und Renditen gleichzeitig die Bewertungsgrundlage für Aktien verschlechtern."
SHANGHAI - CHINA: FOTO: APA/APA/AFP/HECTOR RETAMAL