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Massiv gestiegen ist auch das ausgewiesene Fremdkapital - es erhöhte sich gegenüber dem Jahr davor von knapp 3 auf 29,1 Mio. Euro. Der Verschuldungsgrad wuchs von 62,7 auf 151,8 Prozent - bei einem Eigenkapital von 19,2 Mio. Euro (Jahresende 2024: 4,7 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote sank im abgelaufenen Jahr von 61,5 auf 39,7 Prozent. Die Bilanzsumme erreichte 48,3 Mio. Euro, nach 7,7 Mio. Euro per 31. Dezember im Jahr davor.
"Wir haben uns für das Geschäftsjahr 2025 ambitionierte Ertragsziele gesetzt - gesagt, getan: Reploid hat abgeliefert", kommentierte Firmengründer und CEO Philip Pauer die Ergebnisse am Freitag bei der Bekanntgabe der endgültigen Finanzzahlen.
Haupttreiber der Verkaufserlöse sei das Anlagengeschäft (Projektgeschäft) gewesen. Im Geschäftsjahr 2025 sei eine modulare, dezentrale und hochautomatisierte Insektenmastanlage ("ReFarmUnit") fertiggestellt und an den Betreiber übergeben worden. An 33 weiteren Anlageprojekten wurde den Angaben zufolge "konzeptionell gearbeitet".
Am deutschen Standort Burghausen entstand laut Jahresbericht eine standardisierte Anlage, die jährlich 9.500 Tonnen Reststoffe aus der Lebensmittelindustrie in hochwertige Rohstoffe umwandelt, wie das Unternehmen mit Sitz in Wels (Oberösterreich) im Jahresbericht erklärt.
Reploid errichtet und serviciert für seine Kunden modulare und skalierbare Mastanlagen für Insekten. Dort erhalten vom Unternehmen gelieferte Junglarven der Schwarzen Soldatenfliege eine auf den jeweiligen Standort abgestimmte Futtermischung aus Lebensmittel-Reststoffen. Die Firma verkauft die Mastlarven entweder direkt oder weiterverarbeitet zu Proteinen und Fetten, zum Beispiel an Abnehmer aus der Tierfuttermittelindustrie. Aus den Nebenprodukten der Insektenmast (Insektenfraß) stellt das Unternehmen organischen Dünger her.
Das Unternehmen wurde 2020 als Insektianer GmbH gegründet und notiert seit Juli 2025 im Marktsegment direct market plus der Wiener Börse. Trotz Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit dem Listing und kräftiger Investitionen in weiteres Wachstum sei das Betriebsergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich gesteigert worden, betonte Reploid.
Umfangreiche Projekteingänge gegen Ende des Geschäftsjahres hätten einen positiven Einfluss auf die Ertragssituation gehabt, weil ihnen bis zum Jahresende nur vergleichsweise geringe Kosten für die Implementierung der Projekte gegenübergestanden seien.
"Damit haben wir den Übergang von der Start-up- in die Scale-up-Phase erfolgreich vollzogen", teilte das Management im Jahresbericht mit. Der Kurs sei klar auf Wachstum ausgerichtet: Der Markt sei vorhanden und das Team sei verstärkt worden, um das Potenzial bestmöglich zu nutzen. Die Gruppe beschäftigt derzeit mehr als 190 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Aktuell plant die Firma einen Aktiensplit im Verhältnis 1:15, um das Papier leichter handelbar zu machen, wie Reploid zu Beginn dieser Woche bekanntgab. Der Beschluss durch die Hauptversammlung, die am 14. September wieder zusammenkommt, steht noch aus.
Zum 31. Dezember 2025 belief sich das Grundkapital auf 110.043 Euro und war dem Unternehmen zufolge in ebenso viele auf Inhaber lautende Stückaktien im Gegenwert von 1 Euro geteilt. Unternehmensgründer Pauer hielt 71.152 Aktien (64,7 Prozent). Die ihm zuzurechnende Addendum Invest FlexKapG hielt 25.688 Aktien (23,3 Prozent).
Die restlichen 13.203 Aktien (12,0 Prozent) befanden sich im Streubesitz. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses 2025 besitzt die Gesellschaft laut Eigenangaben keine eigenen Aktien.
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