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"Es war wichtig, dass die Schlichter nicht nur unsere Positionen kennenlernen, sondern auch ein Gefühl dafür bekommen, was die Menschen in den Verhandlungsteams bewegt", sagte VC-Präsident Andreas Pinheiro. "Wir sind verhalten optimistisch." Entscheidend werde sein, ob es gelinge, langfristig tragfähige Lösungen zu entwickeln.
Die beiden Politiker sollen helfen, den monatelangen Konflikt zu entschärfen und damit Arbeitsniederlegungen zu verhindern. VC hatte jüngst erklärt, Schlichtungsverfahren seien für die Kernmarke Lufthansa, Lufthansa Cargo, Cityline und den Ferienflieger Eurowings vereinbart worden. Diese seien wesentlicher Bestandteil einer Verfahrensvereinbarung, die zudem eine Mediation über "weitere Themen unserer Tarifbeziehungen" umfassen solle. Die Gewerkschaft fordert unter anderem für die knapp 5.000 Piloten höhere Arbeitgeberbeiträge zur betrieblichen Altersvorsorge. Koch soll sich nach früheren Angaben der Fluggesellschaft um das Schlichtungsverfahren bei Lufthansa Classic und Lufthansa Cargo kümmern. Für die Verfahren bei Eurowings und Lufthansa CityLine übernehme der Arbeitsrechtler Günther Heckelmann die Aufgabe für die Airline.
Die VC machte nach eigenen Angaben in dem Gespräch mit Ramelow und Koch deutlich, dass eine Tätigkeit im Cockpit für viele nicht nur eine Station in der beruflichen Laufbahn sei, sondern eine Entscheidung auf Jahrzehnte hinaus. "Wir sind als Pilotinnen und Piloten eng an die Lufthansa gebunden - für viele von uns ist das ein Lebensarbeitsmodell", sagte Pinheiro. Deshalb müsse man Lösungen finden. "Es steht viel auf dem Spiel - für die Beschäftigten ebenso wie für das Unternehmen."
Auch im Streit der AUA-Mutter mit dem Kabinenpersonal gibt es eine Annäherung. Die Flugbegleitergewerkschaft UFO hatte am Donnerstag angekündigt, beide Seiten wollten in der kommenden Woche ihre Gespräche wieder aufnehmen. Vorausgegangen waren eine mehrtägige Moderation und weitere Sondierungsgespräche.