USA: ISM-Dienstleisterstimmung verbessert sich unerwartet

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
2 min
ISM-Dienstleistungsstimmung überrascht
 © AFP, ANGELA WEISS, Apa
©AFP, ANGELA WEISS, Apa
  1. home
  2. Aktuell
  3. Nachrichtenfeed
Die Stimmung im US-Dienstleistungssektor hat sich im August unerwartet verbessert. Der Einkaufsmanagerindex ISM stieg um 1,3 Punkte auf 55,4 Zähler, wie das Institute for Supply Management (ISM) am Donnerstag in Tempe mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit unveränderten 54,1 Punkten gerechnet. Der ISM-Index bleibt damit klar über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Dies signalisiert eine Zunahme der wirtschaftlichen Aktivität.

von

"Mit Blick auf den Arbeitsmarktbericht, der am Freitag mit Spannung erwartet wird, sei auf den Beschäftigungssubindex verwiesen: Dieser ist leicht gestiegen, bleibt aber unterhalb der Expansionsschwelle", erläuterte Helaba-Experte Ulrich Wortberg ISM-Zahlen zur Stellenentwicklung im Servicesektor. Für den Arbeitsmarktreport der US-Regierung erwarten Ökonomen ein Stellenplus von 56.000 im August, nach einem überraschenden Rückgang um 23.000 im Juli.

Die US-Notenbank Federal Reserve hat diese Kennzahlen genau im Blick, da sie für Vollbeschäftigung und auch für stabile Preise sorgen soll. Sie hat den Leitzins zuletzt im Zielkorridor von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. Fed-Direktoriumsmitglied Christopher Waller macht sein Abstimmungsverhalten bei der nächsten Zinssitzung Mitte September von frisch hereinkommenden Inflationsdaten abhängig. Sollten weitere Fortschritte in Richtung des Zwei-Prozent-Ziels der Federal Reserve erkennbar sein, sei er für eine weitere Zinspause, sagte er im "Reuters Next Newsmaker"-Interview.

Händler sahen die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der US-Notenbank danach bei etwa 54 Prozent, gegenüber etwa 62 Prozent vor Wallers Aussagen. Die Wetten auf steigende Zinsen hatten an den Terminmärkten stark zugenommen - auch weil Fed-Chef Kevin Warsh Sorge über die hartnäckig hohe Inflation geäußert hatte.

Über die Autoren

Logo
trend. Newsletter

Die wichtigsten Wirtschaftsthemen des Tages