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Der bange Blick gilt daher der Renditeentwicklung an den Anleihemärkten. "Die Renditen der größten Schuldner aus dem Euroraum, Frankreich und Italien, haben sich inzwischen über der Vier-Prozent-Marke festgesetzt", so die Experten der LBBW.
Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 holte jedoch zwischenzeitlich deutlichere Abgaben weitgehend auf und lag zum Schluss noch 0,11 Prozent tiefer auf 6.362,15 Punkten. In Frankfurt büßte der DAX 0,50 Prozent auf 25.839,33 Punkte ein. Außerhalb des Euroraums stemmte sich der Schweizer Leitindex SMI einmal mehr moderat ins Plus, während der britische FTSE-100 um 0,30 Prozent auf 10.756,45 Zähler nachgab.
Stärkster Sektor waren die Banken. Unter den Standardwerten aus dem Segment ragten Deutsche Bank und ING heraus. Beide profitierten von Analystenkommentaren. Nach der Kaufempfehlung von Goldman Sachs setzten die Aktien der Deutschen Bank ihre jüngste Gewinnserie fort und gewannen 1,1 Prozent. ING kletterten um 2,4 Prozent, nachdem Morgan Stanley die Einstufung auf "Overweight" angehoben hatte.
Am stärksten schlossen Einzelhandelsaktien im Minus. Hier belasteten die herrschenden Konjunktursorgen und das befürchtete Szenario einer Stagflation. Gefragt waren dagegen L'Oreal. Mit einem Plus von 1,5 Prozent profitierten sie von einer Hochstufung durch Exane BNP auf "Outperform".
Eine Abwärtstendenz gab es auch bei den Autowerten zu sehen. Hier rückte die Aktie von Volkswagen mit einem Abschlag von 3,8 Prozent in den Fokus. Der Autobauer muss den Euro-Stoxx-50 am 21. September verlassen, wie der Indexanbieter ISS Stoxx am Dienstagabend bekannt gab. Angesichts der Krise der Wolfsburger ist der Aktienkurs seit Jahresbeginn um mehr als ein Viertel gesunken. Auf Sicht von fünf Jahren liegt das Minus sogar bei fast zwei Dritteln. Überraschend kommt der Abstieg aus dem europäischen Leitindex einem Händler zufolge nicht.