Leitbörsen in Asien schließen mit Erholungsansätzen

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Gesunkene Ölpreise und Anleiherenditen stützen
 © AFP, HECTOR RETAMAL, Apa
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Die Börsen in Fernost haben sich am Donnerstag stabilisiert. Sie folgten damit den Vorgaben der US-Märkte. Nach den Abgaben in den vorherigen Tagen reichte es aber lediglich zu vorsichtigen Erholungsansätzen.

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Die Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen auf die gesunkenen Ölpreise. Hierdurch seien die Inflationssorgen etwas gedämpft worden und die Anleiherenditen wieder gesunken. "Allein die Tatsache, dass neue Nachrichten aus dem Nahen Osten ausbleiben, stabilisiert die Finanzmärkte", stellte Andreas Lipkow, Marktanalyst vom Broker CMC Markets, fest. "Der Ölpreisanstieg verliert an Dynamik, womit das Schreckensszenario der Investoren einer nächsten Welle über 100 Dollar zunächst ausbleibt."

Hinzu kamen die wieder gestiegenen Kurse im Technologiesektor. Hier gab es positive Nachrichten von Broadcom. Der US-Halbleiterhersteller rechnet dank florierender Geschäfte mit Chips für Angebote rund um die Künstliche Intelligenz (KI) mit einem anhaltend hohen Wachstum. Das Geschäft mit Chips für KI-Unternehmen soll nach Aussagen des Konzernchefs Hock Tan während einer Telefonkonferenz anlässlich der Quartalszahlen in den kommenden Jahren kräftig anziehen.

Vor diesem Hintergrund legte der südkoreanische Kospi leicht um 0,3 Prozent zu. An der japanischen Börse reichte es dagegen nicht zu Gewinnen. Der Nikkei 225 schloss 0,2 Prozent tiefer mit 64.214,48 Punkten. Daten zum Dienstleistungssektor des Landes hätten zwar den stärksten Anstieg seit fünf Monaten gezeigt, aber damit seien auch die Erwartungen an eine restriktivere Zinspolitik gestiegen, hieß es von der Deutschen Bank. Dies schlug sich auch im weiteren Anstieg des Yen zum Dollar nieder, was für die exportorientierte Wirtschaft des Landes ungünstig ist.

Auch an den chinesischen Börsen blieben neue Wirtschaftsdaten ein zweischneidiges Schwert. Der von dem privaten Anbieter RatingDog ermittelte Einkaufsmanagerindex zum Dienstleistungssektor sei zwar besser als erwartet ausgefallen, hieß es von der Deutschen Bank. Dies könne aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Index sich auf dem zweitniedrigsten Niveau der vergangenen 14 Monate bewege und damit das verhaltene Niveau der Erholung unterstreiche.

Der chinesische CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Werten an Chinas Festlandbörsen gewann 0,10 Prozent. Der Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong verlor dagegen 0,39 Prozent.

Australische Aktien legten unterdessen leicht zu. Der S&P ASX 200 zog um 0,46 Prozent auf 9.020,10 Punkte an. Die Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen auf den über den Erwartungen liegenden Handelsbilanzüberschuss für Juli.

SHANGHAI - CHINA: FOTO: APA/APA/AFP/HECTOR RETAMAL

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