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Im Februar haben sich Kosten für Energie noch dämpfend auf die allgemeine Preisentwicklung ausgewirkt, da sich die Folgen des Iran-Kriegs mit den deutlich gestiegenen Ölpreisen erst in den kommenden Monaten zeigen werden. Wie das Ministerium weiter mitteilte, war Energie im Februar 0,5 Prozent teurer als vor einem Jahr.
Allerdings zeigten sich unterschiedliche Entwicklungen bei den einzelnen Energieträgern. So haben sich Heizöl und Gas überdurchschnittlich stark verteuert, während sich Benzin im Jahresvergleich verbilligte. Dagegen haben sich Dienstleistungen und Lebensmittel überdurchschnittlich stark verteuert.
Auch die Kerninflation, also die Jahresteuerung ohne die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Lebensmittel, stabilisierte sich - und zwar bei 2,5 Prozent. Die US-Notenbank Federal Reserve hat diese Rate besonders im Blick, da sie den zugrunde liegenden Inflationstrend gut abbildet.
"Der Preisdruck war schon vor Beginn des Iran-Krieges erhöht, verstärkt hat er sich nicht", konstatiert Ökonom Bastian Hepperle von der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank. Mit den kräftig gestiegenen Energiepreisen komme nun wieder mehr Druck in die Inflationspipeline: "Einen weiteren Inflationsanstieg wird die Fed hinnehmen, solange die Inflationserwartungen verankert bleiben."
Die Fed, die den Leitzins zuletzt konstant hielt, soll Vollbeschäftigung fördern und für Preisstabilität sorgen. Der Ende Februar ausgebrochene Militärkonflikt in Nahost hat die Spritpreise in den USA bereits hochgetrieben. Auch vor diesem Hintergrund gilt eine baldige Zinssenkung als unwahrscheinlich: Händler rechnen frühestens im Sommer damit.