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Die operative Ergebnismarge im Konzern solle auf 19 Prozent klettern, nach 18,5 Prozent im Jahr 2025. Waffen von Rheinmetall kämen auch im Iran-Krieg zum Einsatz. Unter anderem wollen die Düsseldorfer den USA helfen, ihre durch die heftigen Angriffe auf Iran geleerten Raketen-Arsenale wieder aufzufüllen, hieß es in einer Präsentation. Der Auftragsbestand (Backlog) könne sich bis Jahresende mehr als verdoppeln auf 135 Mrd. Euro.
Die angespannte sicherheitspolitische Lage untermauere die aussichtsreiche Position des Konzerns. 2025 stieg das operative Ergebnis (EBIT vor Sondereffekten) um 33 Prozent auf 1,84 Mrd. Euro. Vor allem das margenstarke Geschäft mit Waffen und Munition trug dazu bei. Der Auftragsbestand erreichte den neuen Rekordwert von 63,8 (Vorjahr: 46,9) Mrd. Euro. Die Aktionärinnen und Aktionäre sollen für 2025 eine kräftig erhöhte Dividende von 11,50 (8,10) Euro je Anteilsschein erhalten.
"Wir werden gebraucht, wenn es darum geht, die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und Europas zu erhöhen und eine wirksame Abschreckung zu schaffen", bilanzierte Rheinmetall-Chef Armin Papperger. "Wir haben operativ ein neues Rekordergebnis erzielt und werden die Profitabilität des Konzerns weiter steigern." Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine wird die westliche Rüstungsindustrie für die Stärkung der Streitkräfte gebraucht. Munition und Raketen werden aber auch angesichts des Iran-Kriegs dringend benötigt. Rheinmetall hatte jüngst angekündigt, die Raketenfertigung so schnell wie möglich auszubauen.
Erst im November hatte sich Rheinmetall neue Mittelfristziele gesteckt. Der Konzern will seinen Umsatz bis 2030 auch dank seiner neuen Marine-Sparte auf rund 50 Mrd. Euro verfünffachen im Vergleich zu 2024. Die operative Marge soll dann bei über 20 Prozent liegen, nach 15,2 Prozent 2024. Vom zivilen Geschäft mit der Autoindustrie will sich Rheinmetall dagegen verabschieden, die Transaktion soll nach früheren Ankündigungen noch im ersten Quartal in trockene Tücher gebracht werden. Papperger sprach von einem "schweren Schritt".
Er hatte Rheinmetall eine neue Struktur mit fünf Sparten verordnet, um das Wachstum stemmen zu können. Diese umfasst Kampffahrzeuge, Munition, Air Defence, Digitales und Marine. Mit den neuen Fabriken in Europa will Rheinmetall die Munitionsproduktion nach oben treiben. Der Konzern hatte angekündigt, ab 2027 insgesamt rund 1,5 Millionen Schuss Artilleriegranaten jährlich herstellen zu wollen.