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Es solle sichergestellt werden, dass die Folgen des Kriegs im Nahen Osten keinen Inflationsschub auslösen werden wie zuletzt in den Jahren 2022 und 2023, als der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine die Preise nach oben trieb.
2022 war die Inflation in der Eurozone durch einen starken Anstieg der Energiepreise zeitweise über 10 Prozent gestiegen. Zuletzt lag die Teuerung im gemeinsamen Währungsraum im Februar bei 1,9 Prozent. Nach dem Beginn der Angriffe der USA und Israel gegen den Iran ist es an den globalen Energiemärkten zu heftigen Turbulenzen gekommen mit einem deutlichen Anstieg der Preise für Erdöl und Erdgas.
Die Lage auf den Energiemärkten hat Befürchtungen ausgelöst, dass die Inflation in der Eurozone wieder ansteigen könnte. Dies wiederum könnte zu Zinserhöhungen durch die EZB führen.
Lagarde versicherte, dass die Eurozone im Vergleich zu 2022 besser in der Lage sei, einen starken Anstieg der Verbraucherpreise abzufedern. Sie räumte aber ein, dass es vor der Zinsentscheidung in der kommenden Woche schwierig sei, die aktuelle Lage einzuschätzen.
"Heute herrscht so viel Unsicherheit, dass ich nicht genau sagen kann, was wir auf der Sitzung am 18. und 19. März beschließen werden", sagte Lagarde. Allerdings machte sie auch deutlich, dass die EZB "keine überstürzte Entscheidung treffen wird", da die Unsicherheit und die Volatilität zu groß seien.
Die Notenbankpräsidentin wies zudem die Einschätzung zurück, dass Europa wegen der Folgen des Iran-Kriegs auf eine Stagflation zusteuere. In einem solchen Krisenszenario trifft eine erhöhte Inflation zeitgleich auf eine konjunkturelle Flaute.