D - Inflationsrate vor Iran-Krieg auf 1,9 Prozent gesunken

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Inflation entscheidet sich derzeit an der Tankstelle
 © APA/APA/AFP/KHALED DESOUKI
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Die Inflationsrate in Deutschland ist vor Ausbruch des Iran-Krieges auch wegen billigerer Energie unter die 2-Prozent-Marke gefallen. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Februar nur noch um durchschnittlich 1,9 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch eine frühere Schätzung bestätigte.

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Im Jänner war die Teuerungsrate noch auf 2,1 Prozent geklettert, nachdem sie im Dezember mit 1,8 Prozent auf den niedrigsten Wert seit mehr als einem Jahr gesunken war.

Für Energie mussten deutsche Verbraucherinnen und Verbraucher im Februar um 1,9 Prozent weniger bezahlen als ein Jahr zuvor (Jänner: minus 1,7 Prozent). Sie profitierten etwa von günstigeren Preisen für Erdgas (minus 4,4 Prozent), Strom (minus 4,1 Prozent) und Fernwärme (minus 1,0 Prozent), nachdem die Gasumlage abgeschafft und die Netzentgelte gesenkt wurden. Kraftstoffe verteuerten sich um 0,3 Prozent.

"Die Kriegshandlungen im Iran und dem Nahen Osten seit dem 28. Februar 2026 haben sich noch nicht auf das Februar-Ergebnis der Verbraucherpreise ausgewirkt", so die Statistiker. Seither sind die Weltmarktpreise für Öl und Gas stark gestiegen. Die Konsumentinnen und Konsumenten spüren das beim Tanken: An den deutschen Zapfsäulen kosten Benzin und Diesel deutlich mehr als 2 Euro je Liter. Ökonomen rechnen deshalb mit einem Inflationsanstieg im März.

Die Preise für Nahrungsmittel zogen im Februar nur noch um 1,1 Prozent an (Jänner: plus 2,1 Prozent). Billiger wurden etwa Butter (minus 32,9 Prozent), Olivenöl (minus 12,8 Prozent), Kartoffeln (minus 18,1 Prozent) und Molkereiprodukte (minus 4,9 Prozent). Dagegen kosteten Eier um 14,5 Prozent mehr als im Februar 2025.

Preistreiber blieben die Dienstleistungen: Sie verteuerten sich erneut um 3,2 Prozent zum Vorjahresmonat. Experten machen hierfür steigende Löhne mitverantwortlich. Viele Unternehmen dürften höhere Lohnkosten an ihre Kundinnen und Kunden weitergeben. Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die sogenannte Kerninflation, blieb bei 2,5 Prozent.

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt in der Währungsunion mittelfristig einen Wert von 2 Prozent an. Die nach europäischen Standards berechnete deutsche Inflationsrate lag im Februar bei 2,0 Prozent. Die EZB hat ihren Leitzins von Mitte 2024 bis Mitte 2025 achtmal auf aktuell 2 Prozent gesenkt, weil der Preisdruck insgesamt nachgelassen hatte.

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