US-Chemiekonzern Dow streicht rund 4.500 Stellen

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DOW mit hohen Abschreibungen wegen Polyurethanen und Bauchemikalien
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Der US-Chemiekonzern Dow will angesichts tiefroter Zahlen rund 4.500 Stellen streichen. Das operative Ergebnis (EBITDA) soll durch das neue Sparprogramm kurzfristig um mindestens zwei Milliarden Dollar (1,67 Milliarden Euro) verbessert werden, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Dabei sollen auch Künstliche Intelligenz (KI) und Automatisierung zum Einsatz kommen, um Abläufe zu vereinfachen. Vom Jobabbau ist mehr als jeder Zehnte der rund 34.600 Mitarbeiter betroffen.

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Im vierten Quartal brach der Umsatz von Dow um neun Prozent auf 9,5 Milliarden Dollar ein. Unter dem Strich stand ein Nettoverlust von 1,5 Milliarden Dollar, nach einem kleinen Minus von 35 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Grund dafür waren dem Unternehmen zufolge vor allem hohe Abschreibungen auf das Geschäft mit Polyurethanen und Bauchemikalien. Das operative Ergebnis (EBITDA) schrumpfte auf 741 Millionen von 1,2 Milliarden Dollar. Im Gesamtjahr 2025 rutschte Dow mit 2,4 Milliarden Dollar in die Verlustzone, nachdem 2024 noch ein Gewinn von 1,2 Milliarden Dollar erzielt worden war.

Für den Umbau rechnet Dow mit einmaligen Kosten von 1,1 bis 1,5 Milliarden Dollar, wovon 600 bis 800 Millionen Dollar auf Abfertigungen entfallen. Das Programm kommt zu einem bereits angekündigten Sparpaket im Umfang von einer Milliarde Dollar hinzu. Der Konzern kämpft wie die gesamte Chemiebranche mit einer schwachen Nachfrage, steigenden Produktionskosten in Europa und strengeren Umweltauflagen.

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