US-Börsen zur Eröffnung mit Gewinnen, Dow Jones +0,9 %

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Neue Rekorde in Reichweite - Positive Unternehmenszahlen
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An den US-Börsen haben die wichtigsten Indizes am Mittwoch trotz der weiter unklaren Lage im Iran-Krieg zugelegt. Die Anleger bleiben, was die geopolitische Lage betrifft, recht entspannt. Angesichts der Berichtssaison samt bereits starken Quartalsberichten rückt zunehmend die Technologiebranche zurück in den Fokus.

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Der Dow Jones Industrial stand rund eine halbe Stunde nach Handelsbeginn um 0,92 Prozent im Plus auf 49.602,70 Punkten. Das bringt den bekanntesten Wall-Street-Index seinem Rekordhoch aus dem Monat Februar ein weiteres Stück näher.

Der marktbreite S&P-500 sowie der Nasdaq Composite hielten sich unmittelbar unter ihren jüngsten historischen Höchstständen. Ersterer gewann 0,77 Prozent auf 7.118,27 Zähler. Für den technologielastigen Nasdaq Composite ging es um 0,87 Prozent auf 24.472,08 Einheiten hinauf. Hier stehen Börsianern zufolge zunehmend wieder die steigenden Gewinne von Chipherstellern im Fokus, die sich bei vielen dieser Aktien noch nicht ausreichend in den Bewertungen widerspiegeln.

Kurz vor Ablaufen der Waffenruhe verlängerte US-Präsident Donald Trump die Feuerpause, während die Blockade des iranischen Seehandels fortgesetzt wird. Nun wird gewartet, ob die politische Führung im Iran ihrerseits die Feuerpause weiter einhalten wird. "Die Verlängerung des Waffenstillstands betrachten Anleger mit einem lachenden und einem weinenden Auge", erklärte Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank.

So hält sich die Hoffnung auf einen baldigen Frieden, doch zugleich werde befürchtet, dass der Iran auf Zeit spielt, was laut Stanzl "ohne freie Seewege durch die Straße von Hormuz ein Problem ist". Denn "ausbleibende Fortschritte in den Verhandlungen erhöhen das Risiko einer zeitlich ausgedehnten Pattsituation, die wegen teurer Energie den Ausblick für die Weltwirtschaft maßgeblich eintrüben kann".

Unter den Einzelwerten lag der Fokus unter anderem auf Aktien wie Boeing, GE Vernova, United Airlines, AT&T oder auch Capital One. Nach Börsenschluss dürften dann vor allem der zu den sogenannten Glorreichen Sieben zählende E-Autobauer Tesla Aufmerksamkeit auf sich ziehen sowie auch die beiden Tech-Konzerne IBM und Texas Instruments.

Dow-Mitglied Boeing meldete nach Jahren der Krise für das erste Quartal 2026 einen Umsatzanstieg und zugleich geringere Verluste im Vergleich zum Vorjahr. Die Aktie gewann 1,7 Prozent.

GE Vernova sprangen zum Börsenstart um 14 Prozent hoch. Der Energieanlagenbauer übertraf dank einer starken Nachfrage im ersten Quartal die Erwartungen und hob seine Jahresziele an. Dass United Airlines trotz am Vorabend gesenkter Jahresgewinnprognose zugleich um 1,7 Prozent zulegten, begründeten Börsianer mit der verlängerten Waffenruhe in Nahost.

AT&T überraschte bei Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal zwar positiv und gewann mehr Neukunden im Mobilfunkbereich hinzu als erwartet. Für das Papier des Telekomunternehmens ging es dennoch um 2,8 Prozent abwärts.

Capital One gewannen trotz verfehlter Schätzungen für Umsatz und Gewinn im ersten Quartal 0,9 Prozent. Das Kreditkartenunternehmen litt unter einer gestiegenen Risikovorsorge.

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