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Der marktbreite S&P-500 ging mit einem Minus von 1,21 Prozent bei 7.420 Einheiten aus dem Handel. Der technologielastige Nasdaq Composite gab um 1,34 Prozent auf 26.022 Punkte nach.
Nicht einmal der neue Fed-Chef Kevin Warsh wollte in seiner ersten Sitzung die von US-Präsident Donald Trump geforderten Zinssenkungen durchsetzen. Angesichts der unsicheren Weltlage bei zugleich erhöhter Inflation rücken Zinssenkungen in weite Ferne - die Währungshüter peilten in ihrem Zinsausblick an, dass sie dieses Jahr die Zinsen erhöhen. Noch im März hatten sie eine mögliche Senkung für 2026 in Aussicht gestellt. Analyst Bernd Weidensteiner von der Commerzbank hält allerdings eine Zinserhöhung für unwahrscheinlich.
Zuvor hatte die Aussicht auf einen dauerhaften Frieden in Nahost noch die Kurse gestützt. Die G7-Staaten sehen in dem Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran zudem eine "historische Chance", Teheran am Erwerb von Atomwaffen zu hindern. Der von US-Präsident Donald Trump erzielte Deal könne "Frieden und Sicherheit für alle in der Region bringen", hieß es in einer Erklärung der Staats- und Regierungschefs bei ihrem Gipfeltreffen im französischen Evian.
Die Werte im Technologiesektor gaben deutlich nach. Die Riesen Amazon und Microsoft fielen um bis zu 3,8 Prozent. Lediglich vereinzelte Finanzwerte konnten sich im positiven Bereich halten. Im Gegensatz dazu erholten sich die am Vortag besonders schwachen Halbleitertitel. So legten AMD, Micron, Intel und Marvell Technology um bis zu vier Prozent zu.
Unter den Nasdaq-Favoriten zogen die Anteilsscheine von Applied Materials um über vier Prozent auf 592,92 US-Dollar an. Die Bank Citigroup hatte das Kursziel für die Papiere des Anlagenherstellers für die Halbleiterbranche von 550 auf 710 Dollar angehoben.
Bei den Aktien von SpaceX standen erstmals seit dem Rekord-Börsengang am Freitag Verluste auf dem Kurszettel. Die Titel fielen um fast fünf Prozent, nachdem sie zum Wochenschluss ein starkes Debüt hingelegt und am Montag noch einmal um 19,5 Prozent nach oben geschnellt waren.
Michael Monaghan, Partner und Portfoliomanager bei der Risikokapitalgesellschaft Founder Funds, wollte die Kursentwicklung am Mittwoch nicht überbewerten: "Kurz gesagt: Ich halte das bisher nur für Aufregung um nichts. Sollten wir einen Tag mit starken Kursverlusten erleben, wäre das meiner Meinung nach eine ganz andere Diskussion."
Ein Teil der starken Kursschwankungen bei den SpaceX-Aktien lässt sich auf den geringen Streubesitz zurückführen. Denn nur ein relativ kleiner Teil der Papiere steht für den Handel zur Verfügung. Da die Sperrfristen, die Insider am Verkauf hindern, in den kommenden Monaten auslaufen, könnte dies zusätzlichen Abwärtsdruck auf die Anteilsscheine ausüben.