
von
Der Dow Jones stieg im Frühhandel um 0,50 Prozent auf 51.180,79 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,83 Prozent auf 7.730,32 Zähler zu. Der technologielastige Nasdaq Composite gewann 1,68 Prozent auf 27.323,01 Punkte.
Die US-Arbeitsmarktdaten zeigten einen überraschend schwachen Stellenzuwachs von 29.000 statt der von Analysten erwarteten 90.000 und einen Anstieg der Arbeitslosenrate auf 4,2 Prozent. "Der Arbeitsmarktbericht enttäuscht angesichts der positiven Indikationen, die es vonseiten der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, des ADP-Reports oder des ISM-Beschäftigungsindexes gegeben hatte", schrieb Ulrich Wortberg von Helaba Research.
Die US-Notenbank Fed dürfte mit Rücksicht auf den schwächelnden Arbeitsmarkt trotz der hohen Energiepreise nur einen moderaten Zinskurs im Kampf gegen die Inflation fahren, erwarten Experten. "Wir gehen zwar davon aus, dass die US-Notenbank im laufenden Jahr noch einmal an der Zinsschraube drehen wird, Markterwartungen von drei bis vier Leitzinserhöhungen bis zum Sommer des kommenden Jahres erachten wir indes als übertrieben", schrieb etwa Dirk Clench von der deutschen Landesbank LBBW in Reaktion auf die Arbeitsmarktdaten.
Unter den Einzelwerten standen die Aktien von Nike im Fokus, die nach einem schwachen Geschäftsausblick 6,3 Prozent nachgeben. Seit Jahresbeginn hat sich der Nike-Aktienkurs beinahe schon halbiert. Geht es nach dem UBS-Analysten Jay Sole, ist das Ende der Nike-Talfahrt wohl noch nicht in Sicht. Mit den Gewinnschätzungen könnte es weiter bergab gehen und die Bewertung sei trotz des monatelangen Abwärtstrends nicht günstig. Die Geschäftserholung von Nike könnte länger dauern als bisher am Markt erwartet, befürchtet der Experte. Er senkte seine Ergebnis- und Wachstumsschätzungen.
Stark gesucht waren zum Wochenschluss einige Technologiewerte. Im Dow lagen die Aktien des KI-Chipherstellers Nvidia mit einem Plus von 2,7 Prozent ganz oben. Deutlich aufwärts ging es im Frühhandel auch für die Aktien von ON Semiconductor mit plus 5,6 Prozent und Synaptics mit 14 Prozent. ON will seine im Sommer bekannt gegebene Übernahme nun nicht mehr mit eigenen Aktien sondern bar bezahlen, womit er für den Spezialisten für Leistungshalbleiter billiger wird.
Klar abwärts geht es dagegen für die Aktien der Festplattenhersteller Western Digital und Seagate nach einem Bericht der japanischen Zeitung Nikkei. Demnach will der Konkurrent Toshiba massiv in den Ausbau von Produktionskapazitäten für Hard Disks investieren. Dies war Seagate-Aktien um 12 Prozent und Western Digital um über 9 Prozent zurück.
NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/AFP/CHARLY TRIBALLEAU