Europas Leitbörsen am Vormittag erholt - Euro-Stoxx +1,2 %

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Aktien mit KI-Bezug gefragt
 © AFP, LUDOVIC MARIN, Apa
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Die europäischen Börsen haben sich am Freitag weitgehend vom schwachen Monatsauftakt erholt. Der Euro-Stoxx-50 gewann bis gegen 10.45 Uhr 1,24 Prozent auf 6.251,84 Punkte. In Frankfurt notierte der DAX um 1,15 Prozent fester bei 25.225,52 Zählern. Außerhalb der Eurozone stieg der FTSE-100 um 0,60 Prozent auf 10.490,96 Einheiten.

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Die US-Aktienmärkte hatten sich nach dem europäischen Börsenschluss stabilisiert und die Futures bestätigten diese Tendenz. Auch am Anleihemarkt hat sich die Lage etwas beruhigt nach dem Ausverkauf. Sorgen bereitet der Helaba die Lage in Frankreich, da französische Anleihen mit zehnjähriger Laufzeit gegenüber vergleichbaren deutschen Bundesanleihen mit einem Aufschlag rentierten, den es zuletzt 2012 während der Euro-Schuldenkrise gegeben habe.

Anleger warten gespannt auf den US-Arbeitsmarktbericht, der am Nachmittag Impulse geben dürfte. Laut einem Händler würde ein konjunkturell gutes Signal "das Szenario länger anhaltend hoher Zinsen untermauern" und den Druck auf Risikoanlagen weiter erhöhen. Die Helaba-Experten gehen wegen vorheriger Signale davon aus, dass "keine grundsätzlichen Zweifel an den eingepreisten Fed-Zinserhöhungen aufkommen sollten".

Gefragt waren einige Aktien mit KI-Fantasie. Im Euro-Stoxx fanden sich ASML, Siemens Energy, Schneider Electric und Infineon mit Kursgewinnen von 2,3 bis 4,8 Prozent unter den besten Werten wieder. Gesprächsstoff lieferte eine Kreise-Meldung, wonach der US-Chipkonzern Broadcom mit einem Konsortium an der Beschaffung von 60 Milliarden US-Dollar arbeitet. Angenommen wird, dass diese dann Branchenunternehmen wie dem KI-Plattformbetreiber Anthropic zufließen werden.

Commerzbank gaben im leicht erholten Banksektor um 0,9 Prozent nach. Nach einer Abstufung durch die Deutsche Bank ist es nun die kanadische Bank RBC, die ihr positives Votum für das Frankfurter Bankhaus aufgibt. Die Unicredit-Pläne führten zwar zu Wertschöpfung, erhöhten aber auch die Risiken und der weitere Verlauf sei schlechter berechenbar, schrieb Analystin Anke Reingen.

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