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Im Oktober waren allerdings 105.000 Stellen weggefallen, da zuletzt mehr als 150.000 Bundesangestellte ihren Job verloren hatten. Wegen des langen Stillstands der Bundesbehörden infolge des Haushaltsstreits wurden die Oktober-Daten erst jetzt mitveröffentlicht.
Die getrennt ermittelte Arbeitslosenquote stieg im November unerwartet auf 4,6 von 4,4 Prozent im September. Für den Monat Oktober wird gar keine Arbeitslosenquote veröffentlicht.
Die Löhne sind in den USA im November weniger stark als erwartet gestiegen. Die durchschnittlichen Stundenlöhne kletterten gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium weiter mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Wachstum von 0,3 Prozent gerechnet. Im Oktober waren die Löhne um 0,4 Prozent gestiegen. Im Jahresvergleich legten die Löhne im November um 3,5 Prozent zu. Hier war ein Anstieg um 3,6 Prozent erwartet worden.
Die US-Notenbank berücksichtigt bei ihren Zinsentscheidungen auch stark die Lage am Arbeitsmarkt. Von den Daten hatten Investoren daher auch Hinweise auf die kommenden Zinsentscheide erhofft. Analysten sehen in ersten Reaktionen auf die Daten die Zinssenkungserwartungen weiter intakt.
"Ein ungewöhnlicher Bericht, der die durch den Shutdown entstandenen Datenlöcher nicht schließt. Klar ist jedoch: Die guten Zeiten des US-Arbeitsmarktes verblassen immer mehr. Die Arbeitsmarktzahlen der kommenden Monate dürften wenig Freude bereiten. Der von der Trump-Regierung im Frühjahr initiierte massive Stellenabbau in US-Behörden wird nun sichtbarer", so Bastian Hepperle von der Hauck Aufhäuser Privatbank.
Per saldo dürfte die Nachfrage nach Arbeitskräften weiter abnehmen und die neu auf den Markt drängenden Arbeitskräfte nicht mehr aufgenommen werden, erwartet der Experte. In der Folge dürfte die Arbeitslosenquote leicht steigen, glaubt der Experte. Damit sei ab 2026 auch mit weiteren Zinssenkungen der US-Notenbank zu rechnen, sofern die Inflationsrate nicht deutlich steigt.
Auch die Analysten der Helaba sehen nach den Daten die Zinssenkungserwartungen aufrecht. "Derweil liegt die Arbeitslosenquote ungeachtet des Anstiegs auf einem im historischen Vergleich niedrigen Niveau. Alles in allem gehen wir aber davon aus, dass die bereits ausgeprägten Zinssenkungserwartungen bezüglich der Fed präsent bleiben", so die Experten.
NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/GETTY IMAGES/SPENCER PLATT