UNIQA - Osteuropa bleibt Wachstumstreiber

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Die Prämieneinnahmen stiegen in allen Sparten an
 © THEMENBILD, HELMUT FOHRINGER, APA
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Die UNIQA Versicherung hat im Vorjahr gut verdient. Die Prämien stiegen insgesamt um 8,2 Prozent auf 8,36 Mrd. Euro. Wachstumstreiber ist dabei vor allem Osteuropa. Während das Prämienplus in Österreich bei 4,8 Prozent lag, zogen die Einnahmen international um 9,8 Prozent an. In der CEE-Region sieht UNIQA-Chef Andreas Brandstetter auch in den kommenden Jahren noch Potenzial, vor allem in Polen sei die Dynamik stark.

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Während der Markt in Österreich schon recht gesättigt sei, gebe es in den Ländern Osteuropas noch Luft nach oben, sagte Brandstetter am Freitag bei der Bilanzpressekonferenz. In Österreich hat die UNIQA 3,9 Millionen Kunden, im CEE-Raum sind es 14,3 Millionen. Mit 246 Mio. Euro steuert die Region 51 Prozent zum operativen Ergebnis bei, der Markt in Österreich trägt mit 236 Mio. Euro 49 Prozent bei.

Die Dynamik im CEE-Bereich sei "sehr stark getrieben von Polen, wo wir mit circa 12 Prozent wachsen", so der UNIQA-Chef. In dem Land gebe es schon seit mehreren Jahren eine Aufbruchstimmung, hohe Leistungsbereitschaft und ein starkes Unternehmertum. Daran knüpfe sich auch eine stärkere Nachfrage nach Versicherungsleistungen - quer durch alle Segmente und sowohl bei Firmen- als auch bei Privatkunden. "Für uns ist Polen international derzeit der Wachstumsmotor und wir sehen diese Perspektive auch für die nächsten Jahre nicht gefährdet", sagte Brandstetter. Neben Polen gebe es auch in Ungarn starke Wachstumsraten. Insgesamt ist die UNIQA in 14 Ländern in Osteuropa vertreten.

Auch für Zukäufe in Osteuropa ist die UNIQA offen. Mit einer Solvenzquote (Eigenmittel im Verhältnis zu Risikokapitalanforderungen) von 275 Prozent sei man gut kapitalisiert (2024: 264 Prozent). "Wir halten in diesen 275 Prozent circa 20 bis 30 Prozent für mögliche Akquisitionen in Osteuropa", sagte Finanzchef Kurt Svoboda. Aber auch wenn sich ein Zukauf in einer anderen Region ergebe, sei man prinzipiell offen. Etwas Konkretes bzw. Spruchreifes habe die Versicherung derzeit aber nicht im Auge, ergänzte Brandstetter.

Nach Sparten betrachtet gab es ein Prämienplus in allen Bereichen, den stärksten Zuwachs verzeichnete die Sparte Schaden und Unfall mit plus 10 Prozent auf 5,04 Mrd. Euro. Eine gute Vertriebsperformance und ausbleibende Naturkatastrophen stützten die Zahlen. Die Netto-Combined-Ratio (nach Abzug der Rückversicherung) - also der Schaden- und Kostenaufwand gemessen an den Prämieneinnahmen - verbesserte sich von 93,1 Prozent auf 91,7 Prozent.

Im Bereich Krankenversicherung legten die Prämien um 6,3 Prozent auf 1,61 Mrd. Euro zu. Hierzu hätten vor allem Prämienanpassungen und eine gute Entwicklung im Neugeschäft beigetragen. Das Geschäft mit Krankenversicherungen komme derzeit fast nur aus Österreich. Die Sparte Lebensversicherungen verzeichnete ein Prämienplus (inklusive der Sparanteile der fonds- und der indexgebundenen Lebensversicherung) von 5,1 Prozent auf 1,7 Mrd. Euro.

Der Gewinn vor Steuern legte um 16,9 Prozent auf 516,4 Mio. Euro zu. Unterm Strich blieb 2025 ein Konzernergebnis von 424,8 Mio. Euro stehen, das war ein Plus von 22,2 Prozent zum Jahr davor.

Für 2026 erwartet der Versicherungskonzern einen Gewinn vor Steuern zwischen 540 und 570 Mio. Euro. Zudem wird in allen Märkten ein Prämienwachstum über den jeweiligen BIP-Wachstumsraten erwartet. Profitabilität und Effizienz sollen weiter gesteigert und das Krankenversicherungsgeschäft weiter ausgebaut werden.

Der Iran-Krieg und die Schließung der Straße von Hormuz hat indessen keine direkten Auswirkungen auf das Geschäft. "Wir haben null direkten Effekt in der Gewinn- und Verlustrechnung", sagte Brandstetter. Die UNIQA versichere in der Region "niemanden und nichts als Erstversicherer", agiere nicht als Rückversicherer und habe auch kein Exposure über ihre Rückversicherungstochter in der Schweiz. Auch halte die UNIQA keine Staatsanleihen an Staaten in der betroffenen Region. Sollte der Krieg jedoch länger andauern als erwartet, könnte sich das auf die Inflationsentwicklung und die Zinsen niederschlagen und damit auch die UNIQA indirekt beeinflussen.

An der guten Geschäftsentwicklung sollen auch die Aktionäre beteiligt werden. Das Management will auf der Hauptversammlung eine Dividende von 0,72 Euro je Aktie vorschlagen, das ist ein Aufschlag um 20 Prozent zum Jahr davor. Bei der Vorstellung der neuen Strategie Anfang des Vorjahres wurde eine Ausschüttungsquote von 50 bis 60 Prozent versprochen. Dieses Versprechen halte man nun, so Brandstetter.

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