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Insbesondere sei der Lageraufbau fortgesetzt worden, "um verlängerten Lieferzeiten aufgrund von Kapazitätsengpässen, Rohstoffknappheit und Störungen im Transport zu begegnen", so Bruckbauer. Obwohl die Abgabepreise deutlich angehoben wurden, habe der stärkste Kostenanstieg seit vier Jahren zu einer Verschlechterung der Ertragslage geführt. Dass Kostensteigerungen nicht zur Gänze an Kunden weitergegeben werden, konnten sei zwar gut für die Inflationsrate, senke aber die Ertragskraft und lasse einen weiteren Beschäftigungsabbau befürchten. Ein schwächeres Neugeschäft, stark verlängerte Lieferzeiten und hohe Kostenanstiege würden auf "eine Verschärfung der Herausforderungen" hindeuten.
Die Aufträge aus dem Inland sind im Mai zurückgegangen, während die Auslandsnachfrage geringfügig zulegte, insbesondere von Kunden in Asien und Deutschland, beziehungsweise aus dem Technologiesektor, schreibt UniCredit-Bank-Austria-Ökonom Walter Pudschedl. Die Beschäftigung in der Industrie ist weiter rückläufig, womit es im Sektor im Mai über 28.000 Arbeitslose gab. Das traf vor allem die Sachgüterproduktion in Wien, wo neun Arbeitslose auf jede offene Stelle kommen - in Tirol oder Salzburg sind es nur zwei. Die Industrie hat aber den Auslastungsgrad und die Arbeitsproduktivität weiter verbessert.
Der UniCredit Bank Austria EinkaufsManagerIndex stieg im Mai um 0,5 auf 51,7 Punkte, das war der dritte Monat in Folge, in dem er über den Wachstum zeigenden 50 Punkten lag. Für die nahe Zukunft sind die Unternehmen ebenfalls vorsichtig optimistisch, die Geschäftserwartungen binnen Jahresfrist stiegen im Mai auf 54,7 Punkte.