UniCredit trennt sich von Teilen des Russland-Geschäfts

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Ein Investor aus VAE kauft einen Teil der russichen Tochter
 © AFP, MIGUEL MEDINA, Apa
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Die Bank Austria-Mutter UniCredit hat die Unterzeichnung eines unverbindlichen Abkommens zur Veräußerung eines Teils der Aktivitäten seiner russischen Tochtergesellschaft AO Bank bekanntgegeben. Käufer ist ein privater Investor mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten, der Beziehungen zur lokalen unternehmerischen und institutionellen Gemeinschaft hat. Mit dem Schritt will UniCredit den Rückzug aus Russland weiter vorantreiben.

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Die Transaktion soll nach Angaben der Bank so umgesetzt werden, dass Kontinuität und Stabilität für Kunden und Beschäftigte gewährleistet bleiben. Kunden sollen während des gesamten Prozesses weiterhin Zugang zu den bestehenden Zahlungsdiensten behalten. Vorgesehen ist eine beschleunigte Übergangsphase, in deren Verlauf zwei getrennte Banken mit jeweils klaren Geschäftsmodellen entstehen sollen.

Geplant ist ein Spin-off eines Teils der Aktivitäten in eine neue Einheit, während die verbleibenden Geschäfte an den Käufer gehen sollen. UniCredit soll nach Abschluss 100 Prozent der neuen Bank halten, der Käufer 100 Prozent der verbleibenden Bank. Der Abschluss der Transaktion wird für das erste Halbjahr 2027 erwartet und steht unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen.

Auswirkungen auf die Dividendenpolitik soll es nicht geben. Auch die Gewinnziele des Plans "UniCredit Unlimited 2028-2030" bleiben nach Unternehmensangaben unverändert.

Neben der UniCredit ist auch die Raiffeisen Bank International (RBI) noch in Russland vertreten. Die RBI hat in den vergangenen Jahren bereits mehrere Versuche gestartet, sich von ihrer Russland-Tochter zu trennen, ist bisher aber jedes Mal gescheitert. Sie treibt jedoch den Abbau des Russland-Geschäfts weiter voran.

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