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"Ein weiteres Jahr mit anhaltenden Veränderungen und Unsicherheiten in der Handelspolitik wird sich auf die Schaffung von Arbeitsplätzen und das Verbrauchervertrauen auswirken." Er stellte daher für 2026 nur ein Gewinnwachstum von 2 bis 6 Prozent in Aussicht.
Der weltweit drittgrößte Brauer steigerte im vergangenen Jahr das operative Ergebnis um 5 Prozent auf 13,99 Mrd. dänische Kronen (1,9 Mrd. Euro) und übertraf damit die Analystenerwartungen, wie der Konzern mitteilte. Der Umsatz legte um 18,8 Prozent auf 89,10 Mrd. Kronen zu. Die Dividende soll um 7 Prozent auf 29 Kronen je Aktie steigen.
Dass sich Carlsberg mit Marken wie Kronenbourg 1664 und Tuborg besser als einige Konkurrenten wie Anheuser-Busch InBev und Heineken schlug, lag auch an der Übernahme des Softdrink-Herstellers Britvic. Dadurch verdoppelte sich der Anteil von Erfrischungsgetränken am Portfolio auf 30 Prozent des Volumens. Zudem sparte der Konzern bei Reisen, Beratern und Personal. Dennoch gingen die organischen Umsätze und Volumina im Gesamtjahr zurück, was die branchenweite Nachfrageschwäche unterstreicht.
Als strategische Option prüft Carlsberg einen möglichen Börsengang seiner indischen Tochtergesellschaft und bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Dem Jefferies-Analysten Edward Mundy zufolge macht Indien etwa 5 Prozent des Absatzvolumens von Carlsberg aus. Ein Börsengang von 35 Prozent der Anteile könnte demnach 5 Mrd. dänische Kronen einbringen und Carlsberg helfen, die Schulden zu reduzieren. Die Aktie des Konzerns legte am Vormittag um ein Prozent zu.