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"Bei der Umsatzerwartung sind wir etwas zurückhaltender, auch angesichts der verschärften geopolitischen Unsicherheiten und der Auswirkungen auf die internationalen Märkte", sagte Finanzchef Axel Hamann. Die übrigen Ziele für Gewinn und Cashflow bekräftigte er indes. Den Umbau des einst weit verzweigten Mischkonzerns zu einer Finanzholding will Konzernchef Miguel Lopez weiter konsequent vorantreiben, kündigte dieser an. Die Gespräche über einen Verkauf der Stahlsparte hatte er aber jüngst auf Eis legen müssen.
Der Umsatz sank im Quartal um zwei Prozent auf rund 8,4 Milliarden Euro und damit weniger stark als von Experten erwartet. Analysten hatten in einer von Thyssenkrupp veröffentlichten Vara-Umfrage im Mittel mit 8,2 Milliarden Euro gerechnet. Der bereinigte operative Gewinn (Ebit) legte auch dank des von Lopez eingeleiteten Sparprogramms um 179 Millionen Euro auf 198 Millionen Euro zu, hier rechneten Analysten mit 167 Millionen Euro. Den größten Ergebnisbeitrag leistete hier ausgerechnet die lange kriselnde Stahlsparte. Unter dem Strich und nach Anteilen dritter schrieb Thyssenkrupp einen kleinen Gewinn von einer (Vorjahr: 155) Millionen Euro.
Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern weiter mit einem Verlust zwischen 800 und 400 Millionen Euro - hier wird Thyssenkrupp vor allem durch die Kosten für den Umbau der Stahlsparte belastet. Für diese sieht Thyssenkrupp nun aber auch "deutlich verbesserte Ertragsaussichten. Auch deshalb habe sich Lopez entschieden, die Gespräche über einen Verkauf an die indische Jindal Steel International vorerst zu den Akten zu legen. "Die Verselbstständigung von Thyssenkrupp Steel Europe bleibt weiterhin das erklärte Ziel", stellte der Konzern heraus.
ESSEN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/INA FASSBENDER