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"Auf den Vorstufen des Inflationsauftriebs ist es schlagartig ungemütlich geworden", sagte der Chefvolkswirt der Bank Bethmann HAL, Alexander Krüger. "Der Iran-Krieg hinterlässt Spuren, die Hitze auch." Das Rekord-Niedrigwasser auf dem Rhein behindert seit Wochen die Binnenschifffahrt auf Deutschlands wichtigster Wasserstraße, was die Transportkosten nach oben treibt.
Preistreiber Nummer eins waren die Vorleistungsgüter. Sie verteuerten sich um durchschnittlich 5,4 Prozent zum Vorjahresmonat. Insbesondere die Preise für Edelmetalle (+31,8 Prozent), Kupfer (+28,7 Prozent), Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (+4,5 Prozent) sowie chemische Grundstoffe (+11,5 Prozent) und Düngemittel (+13,8 Prozent).
Energie verteuerte sich ebenfalls überdurchschnittlich um 3,8 Prozent. "Durch die Kriegshandlungen im Iran und Nahen Osten" stiegen die Preise für Mineralölerzeugnisse um 31,4 Prozent. Für leichtes Heizöl wurde um 52,0 Prozent mehr verlangt, für Kraftstoffe 29,4 Prozent mehr.
Nahrungsmittel wurden dagegen um 4,6 Prozent billiger als im Juli 2025. Deutlich günstiger zu haben waren Butter (-41,4 Prozent), Schweinefleisch (-22,2 Prozent) und Rindfleisch (-6,8 Prozent).
In der Statistik werden die Preise für Produkte von Herstellern geführt, bevor sie etwa in den Groß- und Einzelhandel kommen. Sie gelten deshalb als frühes Signal für die allgemeine Inflation. Die deutschen Verbraucherpreise sind im Juli nach dem Ende des staatlichen Tankrabatts mit 2,8 Prozent wieder stärker gestiegen.
RONNEY - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/Klaus-Dietmar Gabbert