SNB senkt Schwellenwert für Negativzinsen bei Banken

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SNB will effizienten Geldmarkt
 © APA/APA/AFP/FABRICE COFFRINI
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Die Schweizerische Nationalbank (SNB) senkt den Schwellenwert, ab dem Geschäftsbanken Negativzinsen auf ihre Sichtguthaben zahlen müssen. Der Faktor, mit dem die Mindestreserve multipliziert wird, sinke zum 1. März auf 15 von zuvor 16,5, teilte die Notenbank am Montag mit. Guthaben bis zu dieser Grenze unterliegen dem aktuellen Leitzins von null Prozent, für Beträge darüber werden minus 0,25 Prozent fällig.

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Die SNB will mit dem Schritt sicherstellen, dass der Geldmarkt effizient funktioniert. Die Anpassung wirke den Folgen der höheren Mindestreserveanforderungen entgegen, die seit Mitte 2024 gelten. Auf die aktuelle Ausrichtung der Geldpolitik habe die technische Änderung keinen Einfluss, hieß es weiter.

Experten werteten den Schritt als Maßnahme zur Belebung des Handels zwischen den Instituten. "Anstatt die Negativzinsen zu zahlen, ermutigt dies die Banken, überschüssige Liquidität an andere Banken zu verleihen", erklärte UBS-Ökonom Maxime Botteron. Dies sei wichtig, da der Interbankenmarkt die Basis für den Referenzzinssatz Saron bilde, an dem viele Kredite und Hypotheken hingen. Würde der Schwellenwert nicht gesenkt, müssten weniger Banken Negativzinsen zahlen und hätten somit weniger Anreiz, Geld am Markt anzubieten, so der Experte.

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