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Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel von Oktober bis Dezember um 1,5 Prozent auf 809 Mio. Euro, übertraf damit aber die Erwartungen der Experten. Die operative Umsatzrendite blieb mit 15,0 Prozent stabil.
"Wir hatten einen sehr guten Start mit höherem Gewinn und Profitabilität in unserem Kern aus Imaging und Precision Therapy - und das trotz erheblichen Gegenwinds durch Währungseffekte und Zölle", sagte Vorstandschef Bernd Montag. Vor allem die Labor-Sparte Diagnostics litt unter dem Kampf der chinesischen Behörden gegen Korruption im Gesundheitswesen. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 456 Mio., der um 4,7 Prozent geringer ausfiel als ein Jahr zuvor. Siemens Healthineers bestätigte die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2025/26 (Ende September) - ein vergleichbares Umsatzwachstum von fünf bis sechs Prozent und einen Gewinn je Aktie von 2,20 bis 2,40 Euro verweist aber auch hier auf "erhebliche negative Währungseffekte".
Das Unternehmen denkt zudem darüber nach, den Namen Siemens abzulegen. Der Mutterkonzern Siemens hat angekündigt, sich bei der Erlanger Tochter in den nächsten Jahren auf eine Minderheitsbeteiligung zurückzuziehen. Man diskutiere "mit sehr großem Bedacht" eine Namensänderung, sagte Healthineers-Chef Montag auf der Hauptversammlung am Donnerstag. "Auch in unserer Branche ist Siemens eine starke Marke", sagte er. Das sei aber der eigenen Leistung von Siemens Healthineers geschuldet. Die damalige Siemens & Halske war 1925 bei Reiniger, Gebbert & Schall eingestiegen, seit 1932 hieß das Unternehmen Siemens-Reiniger-Werke.
Ob Siemens langfristig für Gesundheitsversorgung stehe, sei die Frage, sagte Montag. Für den - ebenfalls aus Siemens hervorgegangenen - Chip-Konzern Infineon "ist es besser, dass dieses Unternehmen Infineon heißt und nicht Siemens Semiconductor", überlegte der Vorstandschef. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Anders als Siemens Energy zahlt Healthineers bisher keine Lizenzgebühren für die Nutzung der Marke Siemens. Das werde sich aber mit der Abgabe der Mehrheit ändern, sagte Finanzvorstand Jochen Schmitz.
EYNSHAM - GROSSBRITANNIEN: FOTO: APA/APA/AFP/POOL/PETER CZIBORRA