Schwache US-Nachfrage macht Diageo zu schaffen

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Ein Produkt von Diageo
 © APA/APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/ALBERTO E. RODRIGUEZ
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Der weltgrößte Spirituosenkonzern Diageo hat zum zweiten Mal binnen vier Monaten seine Prognose gesenkt und kürzt nach einem Gewinneinbruch die Dividende. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 rechnet der Hersteller von Johnnie Walker Whisky nun mit einem Umsatzrückgang von zwei bis drei Prozent, wie er am Mittwoch mitteilte. Zuvor war das Unternehmen von einem stagnierenden bis leicht sinkenden Geschäft ausgegangen.

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Der seit Jänner amtierende Firmenchef Dave Lewis sprach von einer "schwierigen Entscheidung", die Ausschüttung zu reduzieren, um mehr finanzielle Flexibilität zu schaffen. Die Zwischendividende wird auf 20 Cent festgesetzt. Grund für die schwache Entwicklung ist vor allem das Geschäft in Nordamerika. Dort wichen Konsumenten wegen des Drucks auf die verfügbaren Einkommen auf günstigere Alternativen aus.

Lewis steht zudem vor der Herausforderung, die Schulden zu senken und das Wachstum angesichts von Zollunsicherheiten in den USA, einer nachlassenden Nachfrage in China und einer fragilen globalen Verbraucherstimmung wiederzubeleben. Starkes Wachstum in Europa, Lateinamerika und Afrika konnte dies nicht ausgleichen. Um die Bilanz zu stärken, verkauft der Konzern seine Beteiligung an East African Breweries für rund 2,3 Mrd. Dollar (1,95 Mrd. Euro) an den japanischen Konkurrenten Asahi.

Die Getränkebranche ächzt seit Längerem unter der schlechten Nachfrage vor allem in den USA und China, wo sich preissensible Kunden wegen der Inflation und der unsicheren Arbeitswelt beim Konsum zurückhalten. Das sorgt nicht nur beim Branchenprimus sondern auch bei anderen führenden Konzernen wie Pernod Ricard, Carlsberg, Heineken oder Anheuser-Busch InBev für Absatzprobleme.

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