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Der seit Jänner amtierende Firmenchef Dave Lewis sprach von einer "schwierigen Entscheidung", die Ausschüttung zu reduzieren, um mehr finanzielle Flexibilität zu schaffen. Die Zwischendividende wird auf 20 Cent festgesetzt. Grund für die schwache Entwicklung ist vor allem das Geschäft in Nordamerika. Dort wichen Konsumenten wegen des Drucks auf die verfügbaren Einkommen auf günstigere Alternativen aus.
Lewis steht zudem vor der Herausforderung, die Schulden zu senken und das Wachstum angesichts von Zollunsicherheiten in den USA, einer nachlassenden Nachfrage in China und einer fragilen globalen Verbraucherstimmung wiederzubeleben. Starkes Wachstum in Europa, Lateinamerika und Afrika konnte dies nicht ausgleichen. Um die Bilanz zu stärken, verkauft der Konzern seine Beteiligung an East African Breweries für rund 2,3 Mrd. Dollar (1,95 Mrd. Euro) an den japanischen Konkurrenten Asahi.
Die Getränkebranche ächzt seit Längerem unter der schlechten Nachfrage vor allem in den USA und China, wo sich preissensible Kunden wegen der Inflation und der unsicheren Arbeitswelt beim Konsum zurückhalten. Das sorgt nicht nur beim Branchenprimus sondern auch bei anderen führenden Konzernen wie Pernod Ricard, Carlsberg, Heineken oder Anheuser-Busch InBev für Absatzprobleme.