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Der Umsatz erhöhte sich im Gesamtjahr um 5 Prozent auf 22,55 Mrd. Euro. Das organische Wachstum lag bei 7 Prozent und erreichte damit das obere Ende der Prognose. "In das Jahr 2026 gehen wir gestärkt und mit klaren Prioritäten", sagte Vorstandschef Michael Sen. "Wir sind überzeugt, dass wir auch weiterhin profitabel und nachhaltig wachsen werden."
Die Aktionäre sollen eine fünf Cent höhere Dividende von 1,05 Euro je Aktie erhalten. Für 2026 rechnet Fresenius mit einem organischen Umsatzwachstum von vier bis sieben Prozent. Das Kernergebnis je Aktie soll währungsbereinigt um fünf bis zehn Prozent zulegen. 2025 war es um zwölf Prozent gestiegen. Zudem hob der Konzern das Margenziel für Kabi an. In der Prognose seien mögliche Auswirkungen des Urteils des Obersten Gerichtshofs der USA zu den Zöllen der Regierung von Präsident Donald Trump nicht enthalten. Diese könnten noch nicht abgeschätzt werden.
Der Aufsichtsrat verlängerte den Vertrag von Vorstandschef Sen vorzeitig um fünf Jahre bis 2031. Sen steht seit Oktober 2022 an der Spitze des Konzerns und hat ihn seitdem tiefgreifend umgebaut: Er besetzte zahlreiche Führungspositionen neu und leitete die Trennung von Randgeschäften ein. Auch wurde der Dialysespezialist Fresenius Medical Care (FMC) rechtlich entflochten und wird nur noch als Finanzbeteiligung geführt, an der Fresenius rund 28 Prozent hält. Wann die Beteiligung verkauft wird, ist offen.
Zudem gab Sen die Trennung von der defizitären österreichischen Tochter Vamed bekannt. Der Konzern konzentriert sich nun auf die Pharmasparte Kabi und die Klinikkette Helios. Bei letzterer rückt Christian Pawlu zum 1. Juli 2026 in den Vorstand auf und folgt auf Robert Möller. Möller, der die Sparte seit September 2023 geführt hatte, soll künftig das Büro der Unternehmensleitung in Berlin und Brüssel aufbauen.