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Damit sinken die Preise für die Adipositas-Therapie Wegovy um rund die Hälfte und für Ozempic um gut ein Drittel. Die erstmaligen Preissenkungen sollen auch für die Tablettenformate beider Medikamente gelten, wie etwa Rybelsus.
"Unsere Hoffnung ist, dass niedrigere Preise zu einem besseren Zugang und größerer Erschwinglichkeit führen", sagte Jamey Millar, der für das US-Geschäft von Novo Nordisk zuständig ist, dem Blatt. Ziel sei es, insbesondere die hohen Eigenbeteiligungen für jene Patienten zu reduzieren, deren Versicherungsschutz einen Selbstbehalt vorsieht, oder die eine prozentuale Kostenbeteiligung zahlten, die sich am Listenpreis orientiere.
Mit dem Schritt dürften die Dänen den scharfen Wettbewerb mit dem US-Konkurrenten Lilly weiter anheizen. Beim Verkauf seiner wichtigen Gewichtssenker war Novo Nordisk zuletzt zunehmend in Rückstand zu den Amerikanern geraten, auch weil Lillys Gewichtssenker als effektiver gilt. Die Aktien beider Unternehmen gaben am Dienstag nach der Veröffentlichung des "WSJ"-Artikels nach. Allerdings laufen die Kursentwicklung seit einiger Zeit bereits in entgegengesetzte Richtungen: Der von Novo nach unten und von Lilly nach oben.
Erst am Montag hatte Novo Nordisk eine weitere Schlappe mit dem Abnehmmittel Cagrisema verkündet - das Medikament hatte in Studien seinen primären Endpunkt verfehlt und nicht wie erhofft zu einer stärkeren Gewichtsreduktion als Zepbound von Lilly geführt.
HILLERØD - DÄNEMARK: FOTO: APA/APA/AFP/SERGEI GAPON