HSBC-Konzernumbau fast abgeschlossen

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"Sind für die Zukunft gerüstet"
 © APA/APA/AFP/ADRIAN DENNIS
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Die britische Großbank HSBC sieht sich nach einem tiefgreifenden Konzernumbau für die Zukunft gerüstet und schraubt ihre Renditeziele nach oben. Der Großteil der Neuaufstellung sei abgeschlossen, teilte die größte europäische Bank, die einen starken Fokus auf Asien hat, am Mittwoch mit. "Wir werden zu einer einfacheren, agileren und fokussierteren Bank", sagte Konzernchef Georges Elhedery.

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Das Institut peilt nun bis 2028 eine Eigenkapitalrendite (RoTE) von "17 Prozent oder besser" an. Zuvor hatte das Ziel für die Jahre bis 2027 im mittleren Zehner-Prozentbereich gelegen. Im abgelaufenen Jahr drückten jedoch Sonderbelastungen von insgesamt 4,9 Mrd. Dollar (rund 4,2 Mrd. Euro) auf das Ergebnis. Der Vorsteuergewinn fiel um sieben Prozent auf 29,9 Mrd. Dollar, übertraf damit aber dennoch die Erwartungen der Analysten von durchschnittlich 28,9 Milliarden. Zu den Einmaleffekten gehörte eine Abschreibung von 2,1 Mrd. Dollar auf die Beteiligung an der chinesischen Bank of Communications. Hier machten sich die Immobilienkrise in der Volksrepublik und eine Verwässerung der Anteile bemerkbar. Zudem belasteten Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und Umbaukosten das Ergebnis.

Elhedery baut das Geldhaus seit seinem Amtsantritt vor eineinhalb Jahren radikal um. Er ordnete die Geschäftsbereiche neu, strich Managementebenen und trennte sich von kleineren Investmentbanking-Einheiten in den USA und Europa. Insgesamt leitete die Bank im vergangenen Jahr den Rückzug aus elf Geschäftsfeldern ein. Zudem übernahm HSBC die Tochter Hang Seng Bank im vergangenen Jahr komplett. Die Integration solle bis Ende 2028 Synergien von 900 Mio. Dollar heben, kostet zunächst aber auch Geld.

An der Börse kamen die Nachrichten gut an. Die in Hongkong notierten Aktien legten um rund drei Prozent zu. Im vergangenen Jahr war der Börsenwert der Bank um 50 Prozent gestiegen. Wegen der teuren Übernahme von Hang Seng hat HSBC den Aktienrückkauf für drei Quartale ausgesetzt, um das Kapitalpolster zu schonen. Die Dividende für das Gesamtjahr summiert sich auf 75 US-Cent je Aktie, nach 87 Cent im Jahr zuvor.

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