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Als Hauptgründe für den Umsatzrückgang nannte das Unternehmen den erwarteten Nachlaufeffekt nach dem niedrigen Auftragseingang des Jahres 2025 sowie operative Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten, wo die SBO zumindest rund 15 Prozent des Umsatzes erzielt. Belastend wirkten auch Fremdwährungseffekte, ohne die der Erlösrückgang währungsbereinigt 14,7 Prozent betragen hätte.
Das Betriebsergebnis (EBIT) sank von 28,6 Mio. Euro im Vorjahr auf 6,9 Mio. Euro, das EBITDA von 44,5 Mio. auf 24,2 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge blieb mit 11,8 Prozent zweistellig. Nach einer Dividendenauszahlung von 11,8 Mio. Euro im zweiten Quartal betrug das Eigenkapital zum 30. Juni 427,0 Mio. Euro.
Trotz der schwachen Halbjahreszahlen betonte CEO Klaus Mader, dass im Kerngeschäft ein neuer Zyklusaufschwung beginne und die Talsohle durchschritten sei. Der Auftragsbestand stieg seit Jahresbeginn um 31,7 Prozent auf 117,9 Mio. Euro. Insbesondere die Precision-Technology-Sparte verzeichnete mit einem Umsatzplus von 21,8 Prozent vom ersten auf das zweite Jahresviertel die erste quartalsweise Steigerung nach acht rückläufigen Quartalen.
SBO möchte sich außerdem weniger abhängig vom zyklischen Öl- und Gasgeschäft machen: Der Anteil des Auftragseingangs aus neuen Geschäftsfeldern wie Geothermie, 3D-Metalldruck und neuen Hochleistungswerkstoffen nähere sich bereits der Marke von zehn Prozent, teilte das Unternehmen mit. Der 3D-Metalldruck als Alternative zu drehen, fräsen und bohren zählt die Luft- und Raumfahrt, aber auch Rüstung und Elektronik-Industrie zu ihren Kunden, sagte Mader gegenüber der APA. Probleme durch etwaige Handelsbeschränkungen mit den USA als Hauptabnehmer sieht der SBO-Chef nicht, schließlich habe man nicht nur in Österreich und in Großbritannien, sondern auch in den Staaten eine Produktion.
Schwieriger war der US-Markt in allen Geschäftsbereichen im Vorjahr: Denn US-Kunden konnten die Kosten nicht einkalkulieren, da laufend neue Zollvorschriften angekündigt wurden.
Der Iran-Konflikt bremse den Ölfeld-Ausrüster mit Standorten in Saudi-Arabien und Dubai jedoch, sagte Mader. "Im ersten Quartal gab es einen Monat lang den Konflikt, im zweiten Quartal waren wir davon durchgehend betroffen." Kunden würden zwar ihre Bestellungen nicht stornieren, aber verschieben. Allerdings seien auch im Nahen Osten die Aussichten positiv. Schließlich würden nach einer Normalisierung der Lage aufgeschobene Kundenprojekte wieder aufgenommen werden.
Zuletzt baute die SBO zudem ihre internationale Präsenz durch Vertriebspartnerschaften und Produkteinführungen in Asien, Lateinamerika Europa und Subsahara-Afrika weiter aus, geht aus dem Halbjahresbericht hervor. Aktuell erzielt die SBO etwa zehn Prozent des Umsatzes in Asien, wo das Unternehmen in Singapur und Vietnam vertreten ist. Rund 15 Prozent entfallen auf den Nahen Osten. Mehr als die Hälfte entfällt auf die USA - wobei diese Angabe mit Vorsicht zu genießen sei. "Wir beliefern die großen US-Unternehmen, die dann zusätzliche Elektronik und Sensoren einbauen", so Mader. "Wohin die Produkte geliefert werden, wissen wir aber nicht." Diese könnten in Brasilien ebenso eingesetzt werden, wie in Afrika.