Sandoz baut Geschäft mit Biosimilars aus

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
1 min
Vereinbarung mit chinesischem Biotechunternehmen geschlossen
 © MARKUS STEGMAYR, Apa
©MARKUS STEGMAYR, Apa
  1. home
  2. Aktuell
  3. Nachrichtenfeed
Sandoz baut sein Geschäft mit Nachahmermedikamenten für komplexe biologische Arzneimittel weiter aus. Der Schweizer Pharmakonzern hat mit dem chinesischen Biotechunternehmen Shanghai Henlius Biotech eine Vereinbarung zur Entwicklung und Vermarktung von bis zu zehn sogenannten Biosimilars geschlossen. Die Vereinbarung sieht abhängig vom Erreichen bestimmter Entwicklungs- und Vermarktungsziele Zahlungen von insgesamt bis zu 322 Mio. Dollar vor, wie Sandoz am Montag mitteilte.

von

Für die ersten Produkte könnten kurzfristig bis gut 100 Millionen Dollar fällig werden. Zunächst umfasst die Zusammenarbeit Nachahmerpräparate zu drei bereits zugelassenen Medikamenten: dem Krebsmedikament Cetuximab, dem Cholesterinsenker Evolocumab und dem Mittel Belimumab zur Behandlung bestimmter Autoimmunerkrankungen. Hinzu kommt eine Option auf eine rekombinante menschliche Hyaluronidase, die die Verabreichung von Medikamenten unter die Haut erleichtert.

Biosimilars sind Nachahmerprodukte von biologisch hergestellten Arzneimitteln, deren Patentschutz ausgelaufen ist. Sie sind in ihrer Wirkung mit dem Originalpräparat vergleichbar und sollen in der Regel eine günstigere Behandlung ermöglichen.

Mit der Vereinbarung wächst die Biosimilar-Pipeline von Sandoz auf 39 Wirkstoffe mit einem Potenzial von bis zu 46 Produkten. Sandoz erhält die Vermarktungsrechte für die vereinbarten Präparate ausserhalb Chinas. Henlius übernimmt deren Entwicklung und Herstellung.

Sandoz und Henlius arbeiten bereits zusammen. Im April 2025 hatten die Unternehmen eine Vereinbarung zur Entwicklung und Vermarktung eines Biosimilars zum Krebsmedikament Ipilimumab geschlossen.

KUNDL - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/MARKUS STEGMAYR/MARKUS STEGMAYR

Über die Autoren

Logo
trend. Newsletter

Die wichtigsten Wirtschaftsthemen des Tages