
von
CSG profitiert wie die gesamte Branche von der hohen Nachfrage nach Rüstungsgütern seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine und zunehmenden globalen Spannungen. Das Interesse der Anleger ist hoch. Die Orderbücher seien bereits gefüllt und die Nachfrage übersteige das Angebot, sagten mit dem Börsengang vertraute Personen der begleitenden Banken. Es wäre der größte Börsengang in Amsterdam seit dem Jahr 2006.
CSG ist einer der am schnellsten wachsenden Rüstungskonzerne der Welt. Das Unternehmen stellt Munition, Radarsysteme sowie schwere Militärfahrzeuge her und expandiert in das Geschäft mit Flugzeugtriebwerken. Der Konzern befindet sich im Besitz des 33-jährigen Michal Strnad. Dessen Vater hatte in den 1990er-Jahren mit dem Handel von altem Militärgerät aus Sowjet-Beständen begonnen.
Der Großteil des Erlöses aus dem Börsengang geht an den Eigentümer. Strnad sollen netto knapp drei Mrd. Euro zufließen, während CSG selbst rund 724 Mio. Euro für allgemeine Unternehmenszwecke zur Verfügung stehen werden. Sein Anteil wird nach der Aktiennotierung auf knapp 85 Prozent sinken. Für das laufende Jahr rechnet CSG mit einem Umsatzanstieg auf 7,4 bis 7,6 Mrd. Euro. Ab 2027 will der Konzern 30 bis 40 Prozent des Nettogewinns als Dividende ausschütten.
EL MERI - LIBANON: FOTO: APA/APA/AFP/ANWAR AMRO