Russische Dienstleister streichen viele Stellen

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S&P-Indikator unter Wachstumsschwelle gefallen
 © AFP, ALASTAIR PIKE, Apa
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Die russischen Dienstleister haben im März so viele Jobs abgebaut wie seit gut zwei Jahren nicht. Grund dafür waren Kostensenkungen und eine schwache Nachfrage, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Unternehmensumfrage hervorging. Der Sektor schrumpfte zudem zum ersten Mal seit sechs Monaten. Der Einkaufsmanagerindex des Finanzdienstleisters S&P Global für den Dienstleistungssektor fiel von 51,3 Punkte im Februar auf nun 49,5 unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

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Das Neugeschäft stagnierte nach vier Monaten des Wachstums weitgehend. Einige Firmen verwiesen auf eine geringere Kaufkraft der Kunden, eine größere Unsicherheit und Auftragsverluste im Zusammenhang mit dem Krieg im Nahen Osten. Auch die russische Privatwirtschaft insgesamt schrumpfte. Der Einkaufsmanagerindex, der Dienstleister und Industrie zusammenfasst, fiel auf 48,8 von 50,8 Punkten.

Russlands Wirtschaft ist wegen des vor mehr als vier Jahren begonnenen Kriegs gegen die Ukraine mit westlichen Sanktionen belegt worden. Der Staatshaushalt leidet unter sinkenden Einnahmen aus Öl- und Gasexporten sowie einer schwächelnden Konjunktur, die die Steuereinnahmen aus anderen Wirtschaftsbereichen schmälert. Die Regierung hat deshalb bereits zu Jahresbeginn die Mehrwertsteuer angehoben. Die Konjunkturaussichten trüben sich ein, obwohl die Kriegswirtschaft auf Hochtouren läuft. Die Industriestaaten-Organisation OECD rechnet in diesem Jahr nur noch mit einem Wirtschaftswachstum in Russland von 0,6 Prozent, nach 1,0 Prozent im Vorjahr.

WASHINGTON - USA: FOTO: APA/APA/AFP/ALASTAIR PIKE

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