Reederei Moller-Maersk erwartet Gewinnrückgang für 2026

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
1 min
Moller-Maersk will in der Verwaltung 1.000 Stellen streichen
 © APA/APA/AFP/KIRILL KUDRYAVTSEV
©APA/APA/AFP/KIRILL KUDRYAVTSEV
  1. home
  2. Aktuell
  3. Nachrichtenfeed
Die dänische Reederei Moller-Maersk rechnet mit einem Gewinnrückgang. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sowie vor Sondereffekten erwartet das Unternehmen 2026 laut einer Mitteilung vom Donnerstag 4,5 bis 7 Milliarden US-Dollar (bis zu 5,9 Mrd. Euro) Gewinn. Das wäre im schlechtesten Fall nicht einmal halb so viel wie 2025. Grund dafür sind fallende Frachtraten, wenn der kürzere Transportweg durch das Rote Meer demnächst wieder regelmäßig zu befahren sein sollte.

von

Maersk hatte im Dezember und Jänner erste erfolgreiche Test-Durchfahrten durch die Straße von Bab el-Mandeb unternommen, nachdem die Angriffe der im Jemen ansässigen Huthi-Miliz nachgelassen hatten. Wegen der Gefahren nehmen die Unternehmen seit Anfang 2024 die weitere Strecke um die Südspitze Afrikas in Kauf - was zwar länger dauert und teurer ist, wovon Reedereien wie Moller-Maersk aber profitieren. Zugleich standen insgesamt weniger Schiffe zur Verfügung; dies ließ die Frachtraten zusätzlich steigen.

Die dänische Reederei will sich daher 2026 verstärkt darauf konzentrieren, die Kosten im Griff zu halten. So sollen in der Verwaltung 1.000 Stellen wegfallen, was dort 15 Prozent ausmacht. Konzernweit entspricht der Abbau lediglich 1 Prozent. Der Konzern verspricht sich davon jährliche Kosteneinsparungen von 180 Millionen Dollar.

Zugleich versucht Maersk, die Investoren bei Laune zu halten und kündigte ein Aktienrückkaufprogramm über rund eine Milliarde Dollar an. Der Aktienkurs fiel am Donnerstag dennoch um fast fünf Prozent.

Über die Autoren

Logo